Die Ziegel namens Klinker

Nicht alle Ziegel sind gleich. Es gibt innerhalb des Bau-Universums zahlreiche verschiedene Ziegelarten, welche auf unterschiedliche Art hergestellt und genutzt werden. Dadurch können sie zahlreiche verschiedene Zwecke erfüllen. Eine von diesen Objekten sind die Klinker. Dies sind Ziegel, welche unter sehr hohen Temperaturen gebrannt werden. Diese Ziegelart ist aufgrund ihres Herstellungsprozesses sehr widerstandsfähig und nimmt darüber hinaus fast kein Wasser auf. Ihren Namen erhielten diese Tonerzeugnisse aufgrund ihrer physikalischen Beschaffenheit. Denn diese ist dafür verantwortlich, dass ein hoher Ton erzeugt wird, wenn zwei Klinker aneinander geschlagen werden.

Die Zusammensetzung und Herstellung

Die Grundmasse der Klinker besteht aus Feldspat, Schamotte sowie rot- oder weiß brennendem Ton. Je nachdem, welche Farbe das gewünschte Objekt später haben soll, wird dieses Ausgangsrezept mit zusätzlichen Zutaten versehen. Durch die entsprechenden Beimengungen können zahlreiche verschiedenfarbige Steine erzeugt werden. Um Mauersteine herzustellen, wird Wasser mit Ton vermengt und mithilfe von Maschinen in die richtige Form gepresst. Die angewendete Prozedur wird als Stangpressverfahren bezeichnet. Die Steine, welche für andere Zwecke eingesetzt werden, beispielsweise zur Restaurierung von denkmalgeschützten Bauwerken, werden ausschließlich handgeformt. Nach dem Formungsprozess wird die Trockenphase eingeleitet. In dieser wird der Wasseranteil der Klinker auf ungefähr drei Prozent reduziert. Nach dieser Phase werden die Erzeugnisse im Tunnelofen gebrannt. Die hierfür verwendete Temperatur beträgt 1.100 bis 1.300 °C.

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Die Klinker-Arten

Es gibt verschiedene Klinker, welche unterschiedlichen Normen entsprechen und verschiedene Eigenschaften aufweisen. Zunächst wird nach den Vollklinkern und Hochlochklinkern unterschieden. Die Differenzierung liegt der entsprechenden Dichte zugrunde. Vollklinker besitzen eine Dichte von 2,0 kg/dm³ bis 2,2 kg/dm³. Die Hochlochklinker liegen mit 1,6 kg/dm³ bis 1,8 kg/dm³ deutlich unter den vorangegangenen Daten.

Bunter Klinkerstein als Verblender
Bunter Klinkerstein als Verblender

Grundsätzlich sind alle Objekte zur Wärmedämmung ungeeignet, denn aufgrund der wenigen Luftporen, weisen sie nur ein geringes Maß des benötigten Dämmvermögens auf. Aufgrund ihrer Frostbeständigkeit werden sie häufig für Fassaden verwendet. Diese Tonerzeugnisse gibt es auch in verschiedenen Formaten, welche nach DIN 1053 genormt sind. Die Grundlage der verschiedenen Ausführungen bildet das Normalformat. Dieses ist 240 mm lang, 115 mm breit und 71 mm hoch.

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