Handwerk und Kunst

Viele Handwerksberufe haben mit Kunst zu tun. Oft ist die künstlerische Gestaltung die wichtigste Voraussetzung einen bestimmten Handwerker zu beauftragen.

Kunstschlosser und Co. sind Künstler!

Ein Beispiel hierfür sind die Kunstschlosser. Sie stellen Treppengeländer her, Tore, Türen, aber auch Blumenkästen und sonstige Gegenstände. Gerade auch in der Vergangenheit kann man die Kunstfertigkeit dieser Handwerker bewundern. Wenn man an alten Häusern vorbeigeht und die kunstvoll geschmiedeten Zäune sieht, die man mit den heute industrielle hergestellten gar nicht mehr vergleichen kann, dann bewundert man die Handwerker um ihr Können. Zumal man bedenken muss, mit welchen einfachen Mitteln sie die kunsthandwerklichen Gegenstände hergestellt haben. Auch in den alten Berufen des Polsterers oder des Sattlers kann man diese Kunstfertigkeit bewundern. Und wenn wir ein besonders schönes Möbelstück haben, das restauriert oder aufgepolstert werden muss, dass suchen wir auch heute noch einen solchen kunstfertigen Handwerker auf. Aber man darf auch die Steinmetze nicht vergessen. Es ist schon Kunst aus den rohen Blöcken Steine von solchem Ebenmaß herauszubringen. Auch hierbei sollte man sich die Gerätschaften vor Augen halten, mit denen dieses bewerkstelligt wurde. Wir verbinden den Beruf des Steinmetzes heute eigentlich nur noch mit der Herstellung von Grab- oder Gedenksteinen. Aber sie werden auch bei der Restaurierung alter Gebäude benötigt und müssen dort ihr ganzen Können und Wissen einsetzten, um die Restaurierung gelingen zu lassen.

Auch dieses Handwerk erfordert eine gehörige Portion Kunstfertigkeit und Geschicklichkeit. Im Augenblick sind andere Handwerker als Künstler bekannt und zwar die Köche. Kochen ist in wie nie zuvor. Das wird durch die verschiedensten Fernsehsendungen belegt und so ist mancher Handwerker in den Status eines Künstlers geraten. Kochen ist zunächst einmal Handwerk. Das Vorbereiten, Zubereiten und Anrichten der Speisen ist Handwerk. Aber wir haben daraus Kunst gemacht und manche Köche kosten dass auch voll aus. Man sieht sie zu allen möglichen und unmöglichen Gelegenheiten in der Reklame, in Zeitschriften, in Kochsendungen. Es sei ihnen gegönnt und sicherlich leisten sie eine qualitativ gute hochwertige handwerkliche Arbeit. Aber man sollte auch die vielen nicht vergessen, die nicht im Licht der Öffentlichkeit stehen. Viele von Ihnen sind nicht schlechter. Sie üben ihr Handwerk aus und machen vielen Menschen Freude, ohne deswegen gleich zu Künstlern zu werden. Und denen, die es geschafft haben, sei es gegönnt. Sie sollen ruhig sich und ihre Kunst vermarkten, denn letztendlich können die Konsumenten ja immer noch selbst bestimmen, was sie kaufen und was nicht.

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