Öko Draußen – Kunststoff Drinnen?

7. März 2021 0 Von holger renn

Erneuerbare Energien sind ein großes Thema, Holzhäuser stehen bei Neubauten und Fertighäusern hoch im Kurs und die natürlichen Ressourcen bieten ein neues Wohlgefühl für die eigenen vier Wände. Während rund um den Hausbau mit natürlichen Werkstoffen gearbeitet wird, zeigt sich die Innenausstattung noch mit Vollplastik, Kunststoff, Pressplatten oder Gummi.

Irgendwie widersprüchlich, aber es ist halt auch eine Frage der Kosten, ob ökologisch Wohnen vor der Zimmertür endet. Ökomöbel wirkten lange Zeit langweilig, spießig und eben altbacken. Dazu noch superteuer, nein, da erträgt man lieber die Ausdünstungen von PVC und Co., auch wenn es manchmal Monate dauert, bis diese endlich verschwunden sind. Dabei ist der Mensch schon von Natur aus ein heimeliger und kuscheliger Typ, dem der Geruch von frischem Holz und die Optik eines alten Bauernhauses gleich ein wohliges Gefühl verschaffen.

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Ökomöbel sind heute ganz und gar nicht langweilig, dafür aber hochwertig und langlebig. Stellen wir einen Panton-Ära Stuhl aus Plastik heute neben einen Holzstuhl von vor 100 Jahren, was meinen Sie, welcher hat die Spuren der Zeit besser verkraftet? Ahorn und Kirsche, Buche, Erle und Kiefer werden mit Glas, Stein oder Metall kombiniert und liefern Wohnkomfort vom Feinsten. Echtholz ist robust und schafft eine warme Atmosphäre. Aber nur der Faktor Holz alleine macht noch kein ökologisches Möbelstück aus. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass ein Möbelstück aus Massivholz gefertigt ist und aus heimischen Wäldern stammt. Das Holz sollte ausschließlich mit natürlichen Lasuren, Ölen oder Wachsen behandelt sein. Die Verarbeitung ist auch nicht ganz unwichtig. Verbindungen mit Zapfen, Keilen oder Schlitzen sind nach wie vor am haltbarsten und garantieren Langlebigkeit.