Mietwohnungs-Umbau

11. März 2021 0 Von holger renn

Die passende Mietwohnung zu finden, ist nicht immer ganz einfach, denn verschiedene Faktoren, Wünsche und Anforderungen spielen eine große Rolle. Hat man das Glück, eine Mietwohnung gefunden zu haben, die einem in allen Bereichen gefällt und deren Größe und Mietpreis auch passen, kann man sich glücklich schätzen. Was aber, wenn die Wohnung nicht ganz den aktuellen Standards entspricht oder man einfach die ein oder andere Kleinigkeit ändern möchte? Die Idealwohnung ist zum Beispiel eine Altbauwohnung in einer Jugendstilvilla, die über hohe Decken, eine sehr gute Raumaufteilung und viele angenehme Kleinigkeiten mehr verfügt. Aber sie ist abgewohnt, die Decken wurden mit Gipskartonplatten niedriger gemacht, Türen einfach zugemauert, Räume durch PVC-Böden fast schon verschandelt – kurz, der Charme der Wohnung, die in diesem Beispiel aus dem Jugendstil entstammt, wurde in jahrelanger Kleinarbeit vernichtet. Aber man möchte kein Haus bauen, keine Eigentumswohnung kaufen, sondern einfach nur genau diese Wohnung, die aber nun mal leider eine Mietwohnung ist?

Eine Möglichkeit ist die Sanierung bzw. der Umbau der Mietwohnung Hand in Hand mit dem Vermieter. Die meisten Vermieter freuen sich natürlich, wenn sie zuverlässige Mieter haben, die bereit sind, Eigenleistung einzubringen und eine Sanierung mitmachen. Schließlich fällt eine Menge Arbeit an, und Handwerker arbeiten oft wochenlang in der Wohnung, was große Beeinträchtigungen in Form von Lärm und Schmutz bedeutet. Dazu kommt noch die Planung, die nicht zu individuell ausfallen darf, damit der Eigentümer die Wohnung auch problemlos erneut vermieten kann. Prüft man den Bestand sehr genau, analysiert die Schäden und legt dazu noch einen detaillierten Plan vor, sind die meisten Eigentümer bereit zu investieren, zumal diese Modernisierung ja auch den Wert der Immobilie steigert.

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Stimmt der Eigentümer zu und trägt die entscheidenden Kosten, steht einem Umbau nichts mehr im Wege und nachträgliche Ein- und Umbauten, die der schönen Altbauwohnung jeden Charme nahmen, können rückgängig gemacht werden. So werden aus unschön abgehängten Decken wieder Räume, die gerne mehr als 3 Meter Höhe haben oder aus zugemauerten Türen werden wieder Flügeltüren, die dem ehemaligen Durchgang wieder passend zur Epoche aufleben lassen. Altbauwohnungen verfügen meist über Wohnküchen mit Speisekammern, die im Gegensatz zu modernen, engen Neubauküchen stehen, diese wieder aufleben zu lassen gelingt durch eine Sanierung, denn allzu oft wurden Speise- oder Abstellkammern zu kleinen Badezimmern umgebaut und die großen Wohnungsflure ebenfalls verkleinert. Unschöne und vielleicht wuchtige Heizkörper verschwinden unter dekorativen Abdeckungen oder einer Fußbodenheizung, die natürlich abgestimmt auf die Böden aus Fliesen und Holzparkett sein muss. Insgesamt ist es nicht notwendig, eine Mietwohnung, in die man sich verliebt hat, nicht zu mieten, nur weil sie nicht in allen Punkten den eigenen Vorstellungen entspricht. Ein Gespräch mit dem Eigentümer bewirkt oft das Gegenteil.

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