Marmor mehr als nur ein Stein

10. März 2021 0 Von holger renn

Beim Marmor handelt es sich um ein Karbonatgestein.

Viele in der heutigen Zeit bedeutsamen Kunstwerke und Gebäude wurden mit Marmor gebaut. Verwendet wird Marmor heutzutage als Baustoff vor allem bei Treppen, Wandfliesen, Waschbecken, Fassadenplatten oder als Belag für Fußböden, also speziell im Innenausbau. Marmor ist sehr säureempfindlich, deshalb ist Marmor schlecht geeignet bei der Verwendung in Küchen, zum Beispiel als Platte. Beispielsweise Reinigungsmittel, welche aggressiv sind, oder Zitrusfrüchte oder Produkte wie Wein oder Essig, welche in der Küche häufig zu finden sind, greifen Marmor an und es können sich Flecken bilden.

Deshalb ist ein Einsatz in der Küche nur möglich, wenn vorher eine Fleckschutzbehandlung stattfand. Diese wird allerdings auch wegen ihrer Zusammensetzung kritisiert. Die einzelnen Marmorarten unterscheiden sich auch untereinander in ihrer Resistenz gegenüber Säuremitteln. In Mittelmeerländern wird Marmor aber auch bei Küchenplatten eingesetzt. Die Abnutzungserscheinungen werden in Kauf genommen. Es kommt selbstverständlich natürlich auch auf die Pflege an, wie früh diese auftauchen. Abnutzungserscheinungen können auch auftauchen, wenn polierter Marmor als Fußboden eingesetzt wird. Dort zeigen sich meistens nach einiger Zeit etwas abgenutzte und abgelaufene Stellen. Marmor wird auch als Fassadenplatten verwendet, allerdings wurden nach einiger Zeit hierbei an der Fassade starke Verbiegungen festgestellt, was zu statischen Problemen führt. Manche Marmorsorten haben eine sehr hohe Saugfähigkeit, was bei einem Baustoff eher schlecht ist; dies ist allerdings nicht bei allen Sorten der Fall. Aber alle Marmorarten sind empfindlich gegenüber saurem Regen und allen möglichen Arten von Säuren. Marmor wird herausgesägt in Roh-Blöcken. Hierfür werden sogenannte Kurz-Seilsägen verwendet, welche von einem Elektromotor angetrieben werden. Diese Seilsägen sind zehn Meter lang.

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Sie sind besetzt mit Hartmetallperlen, welche aus Industriediamanten bestehen. Ein Wasserstrom, welcher ständig fließt, kühlt diese Seile. Die herausgesägten Roh-Blöcke werden danach mit Drucklufthammer und weiterem Spaltwerkzeug weiterformatiert. Diese Roh-Blöcke werden mit sogenannten Gattersägen weiter verarbeitet. Diese haben zwischen 80 und 120 Sägeblätter. Damit werden die Roh-Blöcke in Platten gesägt. Die vorerst letzte Verarbeitung bei der Gewinnung von Marmor sieht schließlich so aus, dass die Platten, vor allem die Kanten, poliert und geschliffen und abschließend mit Steinsägen noch in das geforderte Format gebracht werden. Marmor entstand unter sehr hohem Druck und extrem hohen Temperaturen, bei dem karbonatreiche Gesteine umgewandelt wurden. Zu finden ist Marmor in sehr vielen Regionen. Sehr bekannt ist Griechenland, aber in Deutschland, Italien, Spanien, Portugal oder sonstigen europäischen Ländern findet man ebenfalls Marmor. Aber nicht nur in Europa gibt es Vorkommen von Marmor, sondern auch in Indien, China oder Iran. Je nach Vorkommen unterscheiden sich die Marmorarten dann aber auch in ihrer Qualität, Farbe, Struktur oder Härte.

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