Makler oder nicht?

Die meisten Käufe und Verkäufe von Immobilien laufen in Deutschland über einen Makler, deren Gebühren sich unterscheiden. So beläuft sich die Höhe der Provision mal auf 5 oder 6 Prozent, mal ist sie geringer oder höher, während in Berlin, Bremen oder Hessen für Verkäufer gar keine Provision anfällt. Grundsätzlich scheint keine klare Regelung vorhanden zu sein, während einhellig die Meinung besteht, Makler sind einfach zu teuer und leisten nichts oder man hat schlechte Erfahrungen mit einem Immobilienmakler gemacht und möchten dies auf keinen Fall wiederholen.

Natürlich ist es auch möglich, keinen Makler einzuschalten, wenn man das eigene Haus oder die Eigentumswohnung verkaufen will. Allerdings muss man in diesem Fall mit viel Arbeits- und Zeitaufwand für den Verkauf der Immobilie rechnen. Viele Menschen denken, dass sie ihre Immobilie innerhalb kürzester Zeit verkaufen können, während dies in der Realität oft 1 bis 2 Jahre dauert.

Grundsätzlich ist es wichtig, den Markt zu kennen. Wenn man weiß, ob das derzeitige Angebot groß oder klein ist, kann man sich die Chancen für den Verkauf der eigenen Immobilie in etwa ausrechnen. Wichtig ist es auch zu wissen, ob die Eigentumswohnung oder das eigene Haus eher für Familien oder einzelne Personen ausgelegt ist, wie und für wen die Infrastruktur der Umgebung ausgelegt ist und wie man das eigene Angebot auf den Markt bringen will; denn in diesem Fall kommen verschiedene Zeitungen, Zeitschriften oder das Internet infrage.

Bevor man die eigene Immobilie zum Verkauf anbietet, sollte man alle notwendigen Unterlagen zur Hand haben. Dazu gehören der Grundbuchauszug ebenso wie ein Grundriss und am besten auch ein Exposé sowie der Preis, den man erzielen möchte. Zu diesem Zweck ist es sinnvoll, sich zu informieren, wie der Marktwert der eigenen Immobilie aussieht und wie die Preise allgemein aussehen, denn eine Immobilie, die sich niemand leisten kann, wird garantiert nicht verkauft. Ein Kaufobjekt, das zu oft in einer Zeitung oder im Internet inseriert wird, erweckt den Verdacht, dass ein Haken an der Sache ist und die Immobilie lässt sich gleich viel schwerer verkaufen.

Professionelle Immobilienmakler erstellen daher eine Art Marketingplan, in dem sie genau aufschlüsseln, welche Art von Immobilie in welchem Medium auf welche Art und Weise am besten präsentiert wird, um erfolgreich verkauft zu werden. Da das Auge mitisst, sollte man aussagekräftige Fotos ebenfalls inserieren. Am besten geeignet sind Fotos, die den Worten der Anzeige entsprechen und die Größe, Lage und die Besonderheiten der Immobilie erwähnen bzw. zeigen. Ist man nicht allzu geschickt oder sind die Fotos zum Beispiel schlecht ausgeleuchtet, sollte man einen Profi engagieren, der angemessene Fotos erstellt. Ein weiterer Punkt ist der Text des Inserats, in dem man sicherlich alle Vorzüge der Immobilie erwähnen möchte, doch übertreiben sollte man ebenso wenig, wie zu viele Abkürzungen benutzen, die keiner versteht.

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