Info Muschelkalk

Die Geschichte des Muschelkalks

In der Geschichte des deutschen Gesteinsvorkommens gab es eine Zeit, welche als die “Lithostratigrafische Gruppe” bezeichnet wurde. In dieser Gruppe gab es eine als Trias benannte Gesteinsform, welche im nördlichen Teil der Alpen und in Teilen des Schwarzwalds zu sehen ist. Die mittlere Schicht war der Muschelkalk, obwohl dieser Begriff für Laien sehr verwirrend sein kann. Der Name dieser Gesteinsart wurde erstmalig im Jahre 1761 erwähnt. Erst im Jahre 1864 wurde der Muschelkalk als mittlere Schicht der sogenannten Triasgruppe unterteilt. Die obere Grenze des Muschelkalks ist die Gesteinsart des Keupers, während die untere Grenze als das Anisium bezeichnet wird.

Die Ablagerungen den Muschelkalks

In Mitteleuropa wurden in einigen flachen Meeresbecken überwiegend kalkhaltige Schichten abgelagert, welche auch noch Fossilien führten. Später verfestigten sich diese Ablagerungen zum heutigen Muschelkalk, welches aber nicht nur Muschelschalen enthielt, sondern auch Brachiopada, welches die Armfüßler waren und in manchen Teilen dieser Schicht noch häufiger zu finden waren, als die Muscheln. Manchmal konnte man im Muschelkalk auch Reste von stachelhäutigen Tieren entdecken. Diese Ablagerungen fanden vor ungefähr 245 bis 235 Millionen Jahren statt und haben als charakteristisches Merkmal eine hellgraue bis beige Gesteinsfarbe.

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Die Gliederungen des Muschelkalks

Der Muschelkalk wird in drei spezifische Gruppen unterteilt, und zwar in den oberen, den mittleren und den unteren Muschelkalk, wobei jede Gruppe des Muschelkalks ganz bestimmte Bestandteile enthält. So besteht der untere Muschelkalk überwiegend aus Kalkmergel, Kalk und Tonmergel. Der mittlere Muschelkalk dagegen enthält überwiegend Evaporite, welche aus Steinsalz, Anhydrite und Gips bestehen. Der obere Muschelkalk wiederum enthält die Bestandteile Kalk, Mergel und Dolomite. Jede dieser drei unterschiedlichen Kalkgruppen wird wiederum in verschiedene Formationen unterteilt.

Der wirtschaftliche Aspekt von Muschelkalk

Bereits in früheren Jahren erkannten Geologen den besonders wirtschaftlichen Aspekt von Muschelkalk, da er besondere Einschlüsse von verschiedenen wertvollen Rohstoffen enthielt. So enthält der Muschelkalk Blei-, Zink- und Silbererde. Diese Rohstoffe waren bereits in früheren Jahren sehr begehrt und wurden zur Prägung von Münzen und für die Herstellung von Waffen verwendet. Zahlreiche, archäologische Funde in früheren Kalkbrennereien und Steinmühlen belegen den bereits frühzeitlichen Abbau und deren Nutzung, welche bereits bis ins erste Jahrhundert bewiesen werden konnten. Aber auch in der heutigen Zeit wird der Muschelkalk noch abgebaut und auch wirtschaftlich besonders genutzt. So dient Muschelkalk zur Herstellung von Zement, im Straßenbau und zur Verwendung als Gleisschotter. Der niedersächsische Höhenzug Elm besteht zu 90 % noch aus Muschelkalk und wird regelmäßig abgebaut. Dabei ist der Muschelkalk qualitativ sehr hochwertig und wird gerne als Baumaterial verwendet.

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