Gute Heizung Bezahlbar?

10. März 2021 0 Von holger renn

Heizung ist nicht gleich Heizung, und vor allem in den letzten Jahren wird ja das Thema Umweltschutz immer erweitert. So ist seit dem 1. Januar 2010 das klimafreundliche Heizen nach dem beschlossenen Gesetz für erneuerbare Energien für Neubauten zur Pflicht geworden, sodass der Eigentümer einer neuen Immobilie mindestens einen Teil der Wärme durch die erneuerbaren Energien gewinnen muss. Hierzu zählen Solaranlagen, Biomasse oder auch Erdwärme. So erhöhen sich die Kosten für eine neue Immobilie um die Kosten, die beispielsweise eine Solaranlage kostet. So muss jeder Eigenheimbesitzer nach den gesetzlichen Vorschriften eine Solaranlage von 4–6 Quadratmeter auf dem Dach anbringen, was mit rund 4.000,– Euro den Geldbeutel belastet.

Diese Größe reicht aus, um das benötigte Trinkwasser zu erwärmen und in den wärmeren Monaten die Heizung zu ersetzen. Lässt der Eigentümer beispielsweise auf seinem Dach fast die gesamte Fläche mit einer Solaranlage bestücken, so erspart er sich zudem auch noch die gesamten Heizungskosten. Eine andere Art der Nutzung von erneuerbarer Energie sind die sogenannten Pellets aus Biomasse. Dafür muss der Hauseigentümer im Keller einen Raum einrichten für das Aufstellen eines besonderen Brennkessels, und einen kleineren Raum für die Unterbringung der aus Holz gepressten Pellets. Die Kosten für eine solche Anlage bewegen sich im Raum zwischen 10.000,– und 15.000,– Euro. Nach dem neuen Gesetz muss beim Heizen mit Holz mindestens die Hälfte der Energiekosten damit gedeckt werden.

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Wenn der Eigentümer sein Haus bereits sehr gut gedämmt hat und im Allgemeinen schon wenig Energie verbraucht, könnte sich auch für eine Erdwärmepumpe entscheiden, weil diese für den Bedarf an Heizung für den Eigentümer am effizientesten ist. Dafür muss eine Erdwärmebohrung durchgeführt und die entsprechende Lage aufgebaut werden. Die Kosten für eine solche Anlage belaufen sich auf Zahlen zwischen 15.000,– und 20.000,– Euro. Dafür amortisiert sich diese Heizungsart aber auch nach rund 5–6 Jahren. Aber ganz gleich, welche Art der Heizung der Besitzer der eigenen Immobilie einbauen lassen möchte, es ist zunächst eine Menge Geld aufzubringen.

Bedenkt man die drastischen Strafen, welche bei der Nichtbeachtung erhoben werden, so sind die Aufwendungen im Gegensatz dafür doch eigentlich gering, und zudem hat man auch eine Ersparnis der Energie. Plant der künftige Besitzer der Immobilie bereits im Vorfeld den Einbau der neuen energiesparenden Fenster im gesamten Haus, so bekommt er obendrein von der KfW, der Kreditanstalt für Wiederaufbau, noch einen gewissen Betrag zurückerstattet und spart bereits ohne die Heizung aufzudrehen eine ganze Menge an Energie ein. So leistet er zusätzlich seinen besonderen Beitrag für den Umweltschutz.

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