Gut gewürfelt ist halb gewonnen – Einrichtungsmix

Neu und alt, pardon antik, das ist ein Einrichtungsstil, der in den letzten Jahren eine große Anhängerschaft gewonnen hat. Puristische, klare Möbel harmonieren mit dem polierten und lackierten Nierentisch aus den romantischen Zeiten des Wirtschaftswunders. Prilblumen schmücken provozierend die Küchenfront, auf der Arbeitsplatte glänzt der Hightech-Kaffeevollautomat mit Edelstahlgehäuse.

Doch dieser Stilmix hat seinen ganz eigenen Charme, er verbindet Erinnerungen, Design und Gegenwart auf eine Art miteinander, die ein wohliges Gefühl vermittelt und viel Platz für das Träumen lässt. Einzelstücke, wie der nostalgische Kühlschrank im Flur, erinnern an eine Milchshakebar, irgendwo in Amerika, an Rock´n Roll und Petticoat, an Elvis und Chuck Berry.

Es ist aber nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick aussieht, Nostalgie und modernes Wohndesign geschickt zu mixen. Wichtig ist bei „Fundstücken“, dass sie aufgearbeitet werden. Der alte Sekretär wird zu einem Vintage-Vertreter der neuen Generation, wenn er in leuchtendem Pink glänzend lackiert und gewienert einen Ehrenplatz im Wohnzimmer erhält. Auch Omas alter Küchenschrank kann die Designer-Küche optisch aufwerten, wenn er selbst noch einen Feinschliff erhält. Die Kunst besteht darin, aus alten und antiken Gegenständen neue Hingucker zu schaffen.

Besonders gut gelingt das Menschen, die in der Weltgeschichte und in Zeitepochen umher reisen und immer ein Andenken mit in ihr Zuhause bringen. Das so zusammengetragene Sammelsurium wirkt nie bieder oder durcheinander. Es gibt immer wieder Neues zu entdecken und jedes Stück erzählt Geschichte. Ein Auge für Farben ist besonders wichtig, denn sie bestimmen nicht nur den Raum, sondern auch das Ambiente. So werden viele unbewusste Eindrücke schon über die Wahrnehmung der Farbe gesteuert. Deshalb können auch nur wenige Einzelstücke aus der guten alten Zeit unverändert Einzug in die Wohnung halten, es sei denn es ist ein Clubsessel in Sonnengelb. Der geht immer.

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