Fremdwährungsfinanzierung als Baufinanzierung?

2. März 2021 0 Von holger renn

Die Fremdwährungsfinanzierung hört sich vom Prinzip her zunächst spannend an. Sie kann aber auch zu einem unkalkulierbaren Risiko werden, wenn man sich auf dem Finanzmarkt nicht auskennt.

Die benötigte Bausumme wird als Darlehen bei einer ausländischen Bank und in der dort gültigen Währung aufgenommen. Ebenso erfolgt die Tilgung des Darlehens in der ausländischen Währung. Das heißt der Wechselkurs ist hier das ausschlaggebende Merkmal.

Finanzierung in Fremdwährung

Je nachdem, wie sich die Währung in dem Land entwickelt, wird das Baudarlehen günstiger oder teurer für den Darlehensnehmer. Steigt der Euro im Wert, gegenüber einer anderen Währung, so zahlt der Darlehensnehmer auch weniger zurück. Dann spricht man von einem Währungsgewinn. Genauso ist es schon bei der Aufnahme des Darlehens. Je nachdem, wie stark der Euro, gegenüber der Fremdwährung, ist, erhält der Kreditnehmer in Deutschland mehr Euros, wenn er den Kreditbetrag umwechselt. Aber es kann auch umgekehrt sein und der Kredit wird insgesamt teurer. Zu beachten ist, dass Zinsschwankungen den Fremdwährungskredit ebenfalls beeinflussen und Zinsfestschreibungen haben im Ausland oft nur eine Gültigkeit zwischen ein und zwölf Monaten.

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Bei einem Fremdwährungskredit fallen weitere Kosten, wie Wechselkosten und Bearbeitungsgebühren für das Darlehen, an. Auch Kontoführungsgebühren und sonstige Nebenkosten lassen den Kredit schnell zu einer teueren Angelegenheit werden. Eine Fremdwährungsfinanzierung lohnt sich in erster Linie, wenn mit einem Finanzberater, der sich mit den Entwicklungen und Prognosen für die Währungskurse auskennt, zusammengearbeitet wird oder wenn man selbst in punkto Finanzmarktwirtschaft fit ist. Ansonsten ist es ratsam, wenn überhaupt, nur einen geringen Betrag aufzunehmen, der einem später nicht das Genick brechen kann.

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