Wärmedämmputz

Für die Altbausanierung setzt man gern Wärmedämmputz ein, der ein Wärmedämmverbundsystem ersetzen oder ergänzen kann. Das gesamte Wärmedämmputzsystem besteht aus der dickeren wärmedämmenden Schicht, über die noch eine dünne Oberbeschichtung verputzt wird. Der Wärmedämmputz könnte sogar bei großer Dicke (ab rund 10 cm) einen U-Wert unter 0,07 erzielen, allerdings gehen Bauherren und Handwerker nur selten so massiv vor. Dennoch beseitigt der Innendämmputz sehr effektiv Schimmelprobleme. Gerade Räume, die nur selten geheizt werden (Keller, Abstellkammer, Dachboden), profitieren davon und lassen sich nötigenfalls schnell aufheizen. Abzuwägen ist die Dicke des Auftrags gegenüber den Diffusionseigenschaften: Zu dicker Wärmedämmputz hemmt die Diffusion und erweist sich dann auch bei der Schimmelbekämpfung als kontraproduktiv.

Funktionen und Verarbeitung von Putz

Die Dekorfunktion von Putz ist wohl ebenso bedeutsam wie seine Schutzfunktion. Ihre Blüte erreichte sie mit den Freskenmalereien des Mittelalters, die der Maler innerhalb eines Tages auf den feuchten Mörtel auftrug und sich dabei keine Fehler erlauben durfte. Auch heute sind die Gestaltungsmöglichkeiten nahezu unendlich groß. Doch die bauphysikalischen Funktionen wie die Regulierung der Luftfeuchtigkeit, der Wasserschutz, die Wärme- und die Schalldämmung dürfen natürlich nicht vergessen werden. Nach wie vor verarbeiten Handwerker den Putz oft von Hand und wenden dabei unterschiedlichste Techniken an (Kehren, Werfen, Kratzen, Glattziehen oder den Kellenstrich), darüber hinaus gibt es sehr leistungsfähige Putzmaschinen für große Flächen.