Umbauten

Der Umbau eines bereits vorhandenen Hauses oder einer bereits vorhandenen Wohnung mutet unkomplizierter an als der komplette Neubau. Dies ist aber nur bedingt der Fall. Der Umfang des Umbaus spielt dabei eine große Rolle und auch die bereits vorhandenen Gegebenheiten.

Vom Antrag bis …

Zuerst einmal sind für einen Umbau fast die gleichen Behördengänge notwendig wie für einen Neubau. So ist für einen Umbau eine Baugenehmigung ebenfalls ein Muss. Diese beantragt man bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde. Allerdings kann man dazu nicht einfach dort hingehen und einen Bauantrag einreichen, denn zum Einreichen des besagten Antrages sind nur Bauingenieure und Architekten berechtigt. Also heißt das, man muss vor dem Antrag in der Regel einen Architekten beauftragen, der das Bauvorhaben gutheißt und daraufhin den Bauantrag stellt.

Danach heißt es warten, bis die Baugenehmigung erteilt wird. Dies kann leicht einige Monate dauern. Hält man dann endlich das lang ersehnte Dokument in den Händen, kann es losgehen mit dem Umbau.

Baugenehmigung und Gültigkeit

Eine Baugenehmigung ist übrigens 3 Jahre gültig. Man tut dementsprechend gut daran, innerhalb dieser 3 Jahre den Umbau zumindest zu beginnen, denn sonst muss eine neue Baugenehmigung beantragt werden. Weiterhin darf der Umbau nicht länger als ein Jahr unterbrochen werden. Dann wird ebenfalls eine neue Baugenehmigung fällig. Nun ist es aber doch meist so, dass man sehnsüchtig darauf wartet, endlich mit dem Umbau beginnen zu dürfen, so dass das Einhalten dieser Fristen kein Problem darstellen dürfte.

Ein Umbau ist in dem Sinne einfacher zu realisieren als dass im Regelfalle wesentlich geringere Arbeiten vom Umfang her anfallen als bei einem Neubau. Die äußere Hülle des Hauses ist bereits vorhanden, meist handelt es sich bei einem Umbau nur um das Nutzbarmachen von Dachböden als Wohnfläche oder Neuerschaffung von Wohnraum, in dem bei einer bereits vorhandenen Wohnung die Zimmeraufteilung neu erfolgt.

Das sind meist Arbeiten, die der Bauherr selbst in seiner Freizeit erledigt und die in einem absehbaren Zeitraum abgeschlossen sind. Lediglich bei speziellen Arbeiten wie Elektroarbeiten oder Heizungs- und Sanitärarbeiten sollte auf Fachleute zurückgegriffen werden, wenn man nicht selbst in dieser Branche tätig ist.

Ein Umbau ist im Allgemeinen außerdem nicht mit den immensen Kosten wie ein Neubau belastet, es sei denn, man entscheidet sich für den Umbau eines sanierungsbedürftigen Hauses. Diese sind zwar oft für wenig Geld zu haben, doch der Umbau verschlingt hohe Summen.

Viele Menschen finanzieren einen Umbau aus der eigenen Tasche oder mit Unterstützung eines Bausparvertrages. Teure Kredite oder Darlehen sind meist nicht notwendig. Wenn es sich um den Umbau des Elternhauses handelt, investieren diese oft mit, so dass es unschätzbare Vorteile gegenüber dem Bau eines eigenen Hauses gibt. Das ist natürlich die beste Variante für einen gelungenen Umbau. Doch auch so kann ein Umbau eine gute Alternative zum Neubau sein. Beim Umbau sollte besonderes Augenmerk auf die Bausubstanz gelegt werden. Ist diese in Ordnung, ist das bereits ein großer Vorzug gegenüber einem Neubau.