Treppenlauf

Mit Treppenlauf wird der Teil einer Treppe bezeichnet, der sich aus den Treppenstufen zusammensetzt.

Dem folglich besteht er aus mindestens drei aufeinanderfolgenden Stufen, wobei in puncto Länge und Breite gewisse Vorgaben beachtet werden müssen.

So misst man das Mass für die Treppenlauflänge, indem man waagerecht zwischen Vorderkante der Antrittsstufe und Vorderkante der Austrittsstufe an der Lauflinie entlang führt.

Die Treppenlaufbreite misst man unmittelbar über der Stufe zwischen den Wangen, wobei dieses Maß daher nicht mit der nutzbaren Treppenlaufbreite gleichzusetzen ist.

Entscheidend ist also die nutzbare Treppenlaufbreite, die man in Höhe des Handlaufes zwischen der Oberfläche der Treppenhauswand und der Innnenkante des Handlaufes misst. Da die Länder in Hinblick auf Brandschutzbestimmungen usw. gewisses Normen aufgestellt haben, ist es notwendig, an gewisse Maße anzuknüpfen.

Bestimmungen und Vorschriften

So muss die nutzbare Treppenlaufbreite in Wohnhäuser mit bis zu zwei Wohnungen zwischen 80 und 90 cm betragen, bei Wohnhäusern mit mehr als zwei Wohnungen 1,00 m, in Berlin und Hamburg gar 1,10 m. Hochhäuser müssen eine nutzbare Breite von 1,25 m aufweisen, in Schulen und Krankenhäusern gilt eine Mindestbreite von 1,20 m.

In der Versammlungsstättenverordnung wird die nutzbare Treppenlaufbreite nach Anzahl der auf den jeweiligen Rettungsweg angewiesenen Personen berechnet: 1,20 m für je 200 Personen, maximal jedoch 2,40 m.

Ebenso geregelt sind die nutzbaren Breiten für Geschäftshäuser, Garagen und weitere Objekte. Einzige Ausnahmen stellen da die baurechtlich nicht notwendigen Treppen, die trotzdem eine Mindestbreite von 0,50 m aufweisen müssen.