Treppenbau

Der Treppenbau ist heutzutage mehr denn je eine Aufgabe, die genauste Planung erfordert.

Auf- und Abgang müssen gerecht positioniert werden, die Höhenunterschiede bewusst und bequem überwindbar sein. Zwar ist aufgrund der Tatsache, dass durch das Aneinanderreihen von Treppenlauf und Treppenabsatz diese beliebig verlängert werden können, ein Vorteil entstanden, doch einmal aufgebaut, lässt sich diese aufgrund der vielen Gestaltungsmöglichkeiten nur noch schwer verändern.

Geländer zur Sicherung von einem Absturz sowie der Handlauf zum Festhalten sind also mehr denn je wichtige Bestandteile der Treppennutzung, und entsprechend wichtig beim Treppenbau.

Auch in der Architektur spielt der Treppenbau eine wichtige Rolle, so etwa in der Funktion als Erschließungsbauteil oder gar, und darauf wird heute wieder mehr Wert gelegt, als entscheidendes Gestaltungselement. So spielte die Gestaltung der einzelnen Elemente der Treppenanlagen schon im frühen Mittelalter eine Rolle, indem Außentreppen als Würdemotiv vor repräsentativen Gebäuden, wie z.B. Herrenhäuser oder Burganlagen, angesehen wurden.

Das Gebäude wird erhöht, steht auf einen Sockel, und beim Hinaufgehen fällt auf, dass ein Höhenunterschied zwischen der Person, die Oben steht, und der Person, die am Ende der Treppen auf Sie wartet, herrscht – ein Zeichen der Erniedrigung, und ein Argument für den Bau solcher Anlagen nebst Nutzwert.

Außentreppen, wie die spanische Basilique du Sacré-Coer, sind als Aufenthaltsort besonders bei Touristen beliebt. Dahingegen wurden Innentreppen, die zudem den Raum in die Vertikale weiten, von jeher aufwändiger als andere gestaltet.

Früher wurden sie mit Holzschnitzereien, Ornamenten oder Teppichen beschmückt, wohingegen Treppen heute als Objekte, die besonders durch Form, Material und Konstruktion auffallen, angesehen werden.