Torfplatte

Torfplatten bestehen aus Torf, einem organischen Sediment, welches sich in Mooren bildet. Wenn sich pflanzliche Substanzen ansammeln, die sich noch nicht ganz zersetzt haben, sind dies die richtigen Ausgangsbedingungen zur Bildung von Torf. Einige Pflanzen begünstigen die Bildung von Moor und Torfung, fachsprachlich Vermoorung und Vertorfung. Dazu zählen Binsen, Heiden, Sauergräser, Torfmoose und Bergkiefern. Man differenziert abhängig davon, welche Pflanzen beteiligt sind und den hydrologischen Verhältnissen, zwischen Niedermooren, Zwischenmooren und Hochmooren. Es gibt verschiedene Arten von Torf. Sind 30 Prozent oder mehr organische Substanz in einem Sumpf enthalten, nennt man das Material Torf. Liegt der Gehalt bei weniger als 30 Prozent, lautet die Bezeichnung Feuchthumus.

Torfplatten sind ein in vielerlei Hinsicht praktischer Dämmstoff. Torf wirkt fungizid, beugt Schimmel vor und wehrt Schädlinge ab. Zudem dient er der Absorption von Strahlung und ist ein hervorragender Schallschutz. Es kommt zu keinerlei Emissionen, der Dämmstoff kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgehen und erzielt hohe Dämmwerte. Torf wird nicht nur als Dämmstoff, sondern unter anderem auch als Bestandteil von Blumenerde, sowie in der Terraristik und Aquaristik genutzt.

Allerdings ist der vermeintliche Naturdämmstoff aus ökologischer Sicht äußerst bedenklich. Beim Abbau von Torf kommt es nämlich zur Zerstörung von Mooren, die oftmals wertvolle Biotope sind. Torf treibt damit das ohnehin schon stark voranschreitende Artenwachstum und die Vernichtung natürlicher Lebensräume voran und ist somit nicht die beste Wahl. In Deutschland wurde der Abbau von Torf größtenteils eingestellt; Flächen, die bereits abgetorft wurden, wurden wiedervernässt und Versuche einer Regenerierung wurden durchgeführt. In vielen Ländern, darunter in Irland, Skandinavien und in osteuropäischen Ländern, kommt es jedoch noch immer zum Abbau von Torf.