Tonhohlplatte

Mit einer Tonhohlplatte ist ein auf künstliche Weise hergestellter Ziegelstein gemeint. Dieser wird in den meisten Fällen aus gebranntem Ton angefertigt. Als Baustoff bietet die Tonhohlplatte eine große Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten. Am häufigsten nutzt man sie zum Innenausbau von Wänden, aber auch der Einbau zwischen Sparren oder in Holzbalkendecken ist möglich.

Wie entstehen Tonhohlplatten

Tonhohlplatten sind quadratisch geformt und weisen in Längsrichtung Hohlräume auf. Manchmal sind die Enden an den Seiten um 60° Grad angeschrägt. Gemäß der Norm gibt es unterschiedliche Kurzbezeichnungen von Tonhohlplatten mit jeweils spezifischem Verwendungszweck. HD steht für Hohlziegel in Decken und wird beispielsweise als Deckeneinschub benutzt. HV bedeutet Hohlziegel für Verbundtafeln, HW heißt Hohlziegel für Wandtafeln. Beide kommen für Fertigteilwände zum Einsatz. HT steht für Hohlziegel für leichte Trennwände. Benutzt werden diese für Trennwände, die keine Wärme- oder Schallschutzanforderungen erfüllen müssen.

Vor- und Nachteile

Der Nachteil von Tonhohlplatten ist, dass aufgrund der Hohlräume in den Steinen die Wärme- und Schalldämmung sehr schlecht ist. Darum nutzt man beim Bau von Kachelöfen oder Wandheizungen keine Tonhohlplatten. Von Vorteil ist der hohe Feuerwiderstand, die Feuchtebeständigkeit und die feuchtigkeitsausgleichende Wirkung in Wohnräumen. Die Platten sind zur Speicherung von Feuchtigkeit fähig, wodurch ein gutes Wohnklima gewährleistet wird.

Einsatzgebiete

Wenn man Tonhohlplatten für einfache Decken benutzt, also beispielsweise Balkone oder Garagen, müssen keine besonderen Wärmeisolieranforderungen erfüllt werden. In diesem Fall schiebt man die Tonhohlplatten simpel als Einschubplatte zwischen die Holzbalken. Optional kann man darauf eine Ortbetonschicht gießen. Günstig ist, dass sich die verschiedenen Elemente einfach montieren lassen, ohne dass man Hilfsmittel wie Gerüste oder Kräne braucht. So ist auch in der Regel keine Schalung erforderlich.