Teer

Bei Teer handelt es sich um ein zähflüssiges Gemisch aus organischen Verbindungen. Es ist von brauner bis schwarzer Farbe und man gewinnt es, indem man organische Naturstoffe so behandelt, dass sie sich zersetzen. Die organischen Verbindungen, die man zur Herstellung von Teer benutzen kann, sind beispielsweise Holzteer, Schieferteer und Steinkohle. Früher nannte man Teer auch Goudron. Diese heute kaum noch verwendete Bezeichnung stammt aus dem Französischen. Manchmal spricht man noch heute von einem Goudronanstrich. Auch der Begriff „teeren“ leitet sich von Teer ab. Er ist jedoch irreführend, denn in Deutschland wird bereits seit 40 Jahren (bzw. in der ehemaligen DDR seit 20 Jahren) kein Teer mehr auf die Straßen aufgebracht.

Teeröle nutzt man, um daraus Aromate zu gewinnen, zum Beispiel Phenanthren, Anthracen und Naphthalin. Auch Imprägnieröle zum Holzschutz werden auf der Basis von Teer hergestellt, ebenso wie Ruß. Noch heute ist Steinkohlenteer sehr wichtig für den Holzschutz. Man braucht ihn für die Behandlung von Energieleitermasten und Eisenbahnschwellen. Glücklicherweise fand in den vergangenen Jahren eine Weiterentwicklung dieses Öls statt, sodass es nun nicht mehr ganz so schädlich für die Umwelt ist.

Die Verwendung von Teer birgt nicht zu unterschätzende Gefahren für die Gesundheit. Wenn Teer längere Zeit auf die Haut einwirkt, kann es zu Hautreizungen, Hautreizungen oder im Schlimmstfall sogar zur Entstehung von Krebs kommen. Im öffentlichen Bereich, etwa zum Bau von Straßen und Wegen, wurde Teer aus gesundheitlichen Gründen und zum Schutz der Umwelt verboten. So soll vermieden werden, dass sich die im Teer enthaltenen polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe im Grundwasser absetzen.