Splittmastixasphalt

Bei Splittmastixasphalt handelt es sich um eine Sonderform des Asphalts. Er enthält verglichen mit gewöhnlichem Asphalt mehr Splitt und Bitumen. Dabei kann man sowohl herkömmliches Bitumen aus dem Straßenbau benutzen als auch sogenanntes polymermodiziertes Bitumen. Das Bitumen sorgt für längere Haltbarkeit bei hohen Verkehrsbelastungen. Auch weitere Zusätze zur Stabilisierung werden beigegeben, beispielsweise synthetische Fasern oder Zellulosefasern. Diese Zusätze sorgen dafür, das Bitumen bei der Produktion, beim Transport sowie beim Einbau zu binden und zu vermeiden, dass es abläuft. Vor allem benutzt wird Splittmastixasphalt für Straßen, die sehr stark beansprucht werden – darunter auch Autobahnen, Stadtstraßen und Bundesbahnen -, für Verkehrsflächen, die ständig befahren werden, für Erschließungs- und Wohnstraßen in Kommunen und um unebene Unterlagen, deren Einbaudicke schwankt, in Stand zu setzen.

Splittmastixasphalt weist eine grobkörnige Oberflächenstruktur auf. Es wurde in den 60ern des vergangenen Jahrhunderts erfunden. Nutzt man Splittmastixasphalt auf Straßen, die die Bauklassen SV bis III angehören, ist die Beimengung extra polierresistender grober Gesteinskörnungen nötig. Hier findet nämlich eine stärkere Beanspruchung der Splittkörner aufgrund von Polieren statt, da der Sandanteil gegenüber Asphaltbeton niedriger ist und es somit weniger Berührungsfläche zwischen den Reifen und der Fahrbahn gibt. Was die Verformungsbeständigkeit und Verdichtbarkeit betrifft, hält Splittmastixasphalt größeren Schwankungen seiner Schichtdicke stand, denn er ist recht robust gegen Verformung und Nachverdichtung. Weitere Vorteile sind sein gutes Langzeitverhalten, seine gute Makrorauheit und seine körnige Oberflächenstruktur. Auch bei Kälte und mechanischer Beanspruchung ist Splittasphaltmastix sehr risssicher. Seine hohe Verschleißfestigkeit ist ebenfalls zu nennen. In der Praxis hat sich Splittmastixasphalt seit Jahrzehnten bewährt.