Selber bauen

Welches Haus soll es denn sein?

Wer einmal den Entschluss gefasst hat, für sich und seine Familie ein Haus selber bauen zu wollen, steht zunächst einmal vor der Frage nach der Art des Hauses. Bereits bei dieser Frage kann es schon zwischen den Eheleuten erhebliche Diskrepanzen geben. Ein frei stehendes Haus oder nur eine Doppelhaushälfte, wohnen auch einer Ebene oder ein klassisches Einfamilienhaus, wo unten gewohnt und oben geschlafen wird, bereist bei diesen Fragen sollte Einigkeit herrschen. Hat man sich auf eine bestimmte Hausform geeinigt, kommt die Frage nach der Finanzierung auf den Tisch, denn auch hierbei gibt es drei verschiedene Möglichkeiten.

Wie teuer darf das Haus werden?

Da steht zunächst das klassische System an mit rund 20 % Eigenkapital und einem zuteilungsreifen Bausparvertrag, über den der künftige Eigenheimbesitzer einen besonders zinsgünstigen Kredit erhält. Die restliche Summe wird dann über die zweite Hypothek finanziert. Das zweite Finanzierungsmodell ist die Finanzierung über eine Lebensversicherung, wo der zukünftige Immobilienbesitzer während der Laufzeit der Lebensversicherung nur die Zinsen des Kredites bezahlt. Bei der Auszahlung der Lebensversicherung wird das Haus in einer Summe komplett bezahlt. Die nächste Finanzierungsmöglichkeit ist die Finanzierung mithilfe der Riester-Rente. Hier kommt wieder der klassische Bausparvertrag zum Tragen, aber sämtliche staatlichen Zuschüsse fließen mit in den Bausparvertrag ein, damit dieser schneller zuteilungsreif wird. Während der Bauphase wird nicht mehr in den Bausparvertrag eingezahlt, sondern in die Tilgung, wobei die staatlichen Zuschüsse hierin einfließen. Nach spätestens 33 Jahren ist das Haus komplett bezahlt.

Wo kann man einsparen?

Sind diese Fragen geklärt, kommt es zur Frage nach den verschiedenen Einsparungsmöglichkeiten. Muss unbedingt ein Keller gebaut werden, denn eine Bodenplatte würde doch auch reichen. Zudem hat man sowieso meistens den Keller als Abstellplatz für alle möglichen Dinge und benötigt diese hinterher gar nicht mehr. Allein hierdurch könnten rund 20.000,– Euro eingespart werden. Muss man denn unbedingt neben der Wohnfläche noch so viel Grundstücksfläche haben, denn es müsste doch eigentlich genügen, wenn man rund 300 Quadratmeter einsparen kann und mit dem Grundstück anschließend weniger Arbeit hat, denn hier kann man rund 45.000,– Euro einsparen. Benötigt man für sein Haus denn unbedingt 150 Quadratmeter Wohnfläche, denn 100 qm müssten mit Blick auf die späteren Jahre doch auch ausreichen, wenn man hinterher nur noch zu zweit ist, was eine Einsparung von rund 35.000,– Euro ausmachen kann. Wenn man statt eines zweischaligen Mauerwerks die sehr gut dämmenden Porenbetonsteine verwendet, kann man wiederum rund 20.000,– Euro einsparen. Die nächsten Einsparungen fallen im Vergleich zu diesen genannten Einsparungen doch ziemlich gering aus, es sei denn, man möchte sein Haus selber bauen. Wie man sieht, kann man sein Haus um einige Tausend Euro günstiger bekommen.