Sand

Die ÖN 83131 regelt die Gesteinskörnungen für Beton, demnach sind Gesteinskörnungen CE-kennzeichnungspflichtig Die EN 12620 legt die Eigenschaften von Gesteinskörnungen und Füllern (Gesteinsmehl) fest, die durch Aufbereitung natürlicher, industriell hergestellter oder recyclierter Materialien und Mischung daraus für die Verwendung zur Betonherstellung gewonnen werden. Sie deckt alle Gesteinskörnungen mit einer Kornrohdichte nach Trocknung > 2.000 kg/dm3 für alle Betonsorten ab (auch für Straße und Betonfertigteile). Die Eigenschaften von leichten Gesteinskörnungen werden in ON EN 13055 festgehalten.

Was bedeutet der Begriff Gesteinskörnung?

Unter Gesteinskörnung versteht man körniges Material für die Verwendung im Bauwesen. Gesteinskörnungen können natürlich, industriell hergestellt oder recycelt sein. Ein Korngemisch ist eine Gesteinskörnung, die aus einer Mischung grober Gesteinskörnungen und feiner Gesteinskörnungen besteht. Anmerkung: Ein Korngemisch kann sowohl ohne vorherige Trennung in grobe und feine Fraktionen als auch durch Zusammenfügen grober und feiner Gesteinskörnungen hergestellt werden. Füller (Gesteinsmehl) sind Gesteinskörnungen , deren überwiegender Teil durch das 0,063-Sieb hindurchgeht und die Baustoffe zur Erreichung bestimmter Eigenschaften zugegeben werden können. Eine Korngruppe ist die Bezeichnung einer Gesteinskörnung mittels unterer (d) und oberer (D) Siebgröße, ausgedrückt als d/D.

Diese Bezeichnung schließt ein, dass einige Körner auf dem oberen Sieb liegen bleiben (Überkorn) und einige durch das untere Sieb fallen (Unterkorn). Feine Gesteinskörnungen sind kleinere Korngruppen mit D < als 4 mm. Feine Gesteinskörnungen können durch den natürlichen Zerfall von Felsgestein oder Kies und/oder durch das Brechen von Felsgestein oder Kies oder die Aufbereitung industriell hergestellter Gesteinskörnungen entstehen. Grobe Gesteinskörnungen sind größere Korngruppen mit D nicht kleiner als 4 mm und d nicht kleiner als 2 mm. Feinanteile sind jene Anteile bei einer Gesteinskörnung, welche durch das 0,063-Sieb hindurchgehen.

Konformitätsnachweis des Herstellers

Der Hersteller muss Erstprüfungen und eine werkseigene Produktionskontrolle (It. Anhang H) durchführen und ein Verfahren zur Bestätigung der. Konformität einleiten. Das System zur Zertifizierung der WPK durch eine Zertifizierungsstelle basiert auf der Grundlage der Erstinspektion, der werkseigenen Produktionskontrolle und einer kontinuierlichen Überwachung. Eine CE-Kennzeichnung und die Beschreibungen der Produkteigenschaften sind im Produktverzeichnis vermerkt.

Was ist Sand?

Sand ist ein natürlich vorkommendes Granulat, welches aus fein verteiltem Gesteins- und Mineralteilchen zusammengesetzt ist. Sand-Teilchen besitzen einen Durchmesser von 0,0625 (oder 1 / 16 mm oder von 62,5 Mikrometer) bis 2 Millimeter. Ein einzelnes Teilchen in diesem Bereich der Größe wird als ein Sandkorn bezeichnet. Der häufigste Bestandteil von Sand ist Kieselsäure (Siliziumdioxid oder SiO2), welche meist in Form von Quarz im Sand auftritt. Sand wird von Wind und Wasser in Form von Stränden, Dünen und Sandbänken transportiert. Durch den Transport erfolgt der Abrieb, welcher zu der runden Form sowie den verschiedenen Mustern des Sandes führt.