Rollputz

Wände schnell verschönern mit Rollputz

Roll- oder Streichputz ist bei Heimwerkern sehr beliebt, kommt aber auch beim Malermeister sehr oft zum Einsatz. Die Verarbeitung ist einfach, im Gegensatz zu den Putzarten, die mit der Kelle aufgetragen werden. Auch der Laie kann sich hier schnell ans Werk begeben. Der Handel bietet eine Vielzahl von Produkten, die als Dispersions-Putzbeschichtung für Wand und Decken zum Einsatz kommen. Auch Kalkputz findet sich im Sortiment. Damit lassen sich vielfältige Putzstrukturen durch Strukturrollen und Zusatzwerkzeuge, wie Spachtel oder Kamm, erzielen. Feine, mittlere oder grobe Körnungen bestimmen die Putzstruktur ebenfalls.

Die Flexibilität bei der Wandgestaltung ist heute sehr groß. Die Zeiten, da Tapeten über Jahrzehnte hinweg an der Wand fristeten, sind endgültig vorbei. Mit Farbe oder Putz lässt sich ein Raum im Nu verwandeln, diese Arbeiten fallen auch dem Ungeübten nicht schwer. Roll- oder Streichputz wird, wie der Name schon sagt, mit der Rolle aufgetragen und kann dann entsprechend ausgestaltet werden. Rollputz ist als Mischung oder als fertige Masse erhältlich, er kann mit anderen, geeigneten Farben abgetönt werden. Strukturrollen, Erbslochrolle, Bürste, Kamm oder Spachtel verleihen dem Putz seine einzigartige Struktur und schon das Bearbeiten macht einen großen Spaß.

Rollputz für Feuchträume sind dampfdiffusionsoffen und genügen den besonderen Anforderungen an das Raumklima. Eine Innovation sind spezielle Rollputze, die sogar über Fliesen aufgetragen werden können. Dazu müssen die Fliesen allerdings zuerst zu einer ebenen Fläche geglättet werden, dann kann der Rollputz aufgetragen werden. Eine Alternative sind dünne Wandvorbauten, auf die dann der Rollputz gestrichen wird.

Für ein optimales Ergebnis spielt die Untergrundbeschaffenheit eine ausschlaggebende Rolle. Die Wand muss frei von Farb- oder Tapetenresten sein, kleine Unregelmäßigkeiten oder ein Nagelloch lassen sich mit dem Rollputz ausgleichen, größere Beschädigungen werden mit Spachtelmasse ausgebessert. Bei stark saugenden und kreidenden Untergründen ist eine Vorbehandlung mit Tiefengrund und spezieller Putzgrundierung erforderlich. Auch dunkle, alte Farbrückstände oder Nikotinflecken, die später durchscheinen könnten, werden vorgrundiert. Bei Kalk- und Leimfarben steht zuerst das gründliche Abwaschen der Wände auf dem Programm und dann muss vorgrundiert werden. Auf diesen Farben haftet der Putz sonst nicht.