Nebenkostenabrechnung

Die Nebenkostenabrechnung muss keine Überraschung sein

Die Nebenkosten, auch Betriebskosten genannt, werden gerne auch als zweite Miete angesehen. In manchen Fällen sind sie sogar fast gleich hoch mit dem Mietpreis. Wer eine Wohnung mietet, achtet daher immer sehr genau auf beide Positionen.

Der Umfang der Nebenkosten wird im Mietvertrag geregelt. Es gibt Vermieter, die haben hier wenige Posten, bei anderen wiederum beträgt die Auflistung schon fast eine DIN A4 Seite. Doch es ist gesetzlich festgelegt, was auf der Nebenkostenabrechnung stehen darf. Dazu gehören Heizungskosten, Wasser- und Abwasserkosten, Grundsteuer, Kosten für die Abfallbeseitigung, die Schornsteinreinigung, Beleuchtung innen und außen im Haus, Versicherungen und Breitband. Der Vermieter überträgt oftmals die Reinigung von Hauseingängen und Treppenhäusern einer Reinigungsfirma, auch der Garten wird durch externe Kräfte gepflegt. Ein Hausmeister ist in den meisten Fällen unentbehrlich. Auch diese Kosten fallen unter die Nebenkosten. Stellt der Vermieter weitere Einrichtungen im Haus zur Verfügung, wie Waschräume, Schwimmbad oder Sauna, dann kann er auch diese Kosten anteilig berechnen.

Die Nebenkosten werden auf die Mieter nach einem Verteilerschlüssel umgelegt. Die Nebenkostenabrechnung erfolgt jährlich. Der Mietvertrag muss alle Positionen, die in Rechnung gestellt werden, enthalten. Für die Nebenkostenabrechnung können Pauschalen angesetzt werden oder es wird detailliert abgerechnet, auch dies ist im Mietvertrag festzuhalten. Der Mieter kann bei unklaren Nebenkostenabrechnungen Einsicht in die Belege des Vermieters erhalten. Auf gar keinen Fall sollten Mieter Unklarheiten hinnehmen und sich nur über die hohe Nebenkostenabrechnung ärgern. Die Erhöhungen müssen ersichtlich und nachvollziehbar sein. Eine Mitgliedschaft in einem Mieterverein, der dem Deutschen Mieterbund angeschlossen ist, empfiehlt sich, denn hier gibt es auch eine Rechtsberatung.