Mineralwolle

Mit Mineralwolle sind Dämmstoffe gemeint, die aus Steinwolle und Glaswolle bestehen. Es handelt sich um einen sehr effektiven Dämmstoff. Mineralwolle ist nicht brennbar und kann für diverse Zwecke benutzt werden, zum Bau von Wohnungen ebenso wie von Gewerbegebäuden, im Dach wie im Keller, in neuen Häusern oder zur Modernisierung älterer Gebäude. Glaswollfasern werden aus maximal 70 Prozent Altglas sowie Sand, Kalkstein, Soda, Bindemittel und Mineralöl hergestellt. Für die Produktion von Steinwollfasern benötigt man Spalt, Basalt, Dolomit, Diabas, Anorthosit und Recylingmaterial, Kokos, Bakelit oder ein anderes Bindemittel und Mineralöl.

Aus verschiedenen Gründen ist Mineralwolle gesundheitlich umstritten. Durch die groben Fasern können vor allem bei Menschen mit sensibler Haut allergische Reaktionen und Juckreiz auftreten. Der Staub, der von der Mineralwolle abgesondert wird, steht zudem im Verdacht, Krebs auslösend zu sein. Daher ist nur noch der Verkauf von Mineralwolle möglich, bei welcher kein Krebsverdacht vorliegt. Auf alle Fälle ist es dringend notwendig, entsprechende Schutzkleidung zu tragen, während man die Mineralwolle verbaut.

Geliefert wird Mineralwolle in den vielfältigsten Formen, zum Beispiel in 300 Kilogramm schweren Mineralwollballen; als vliesbeschichtete Mineralwollfilzplatten; als Mineralwollfilzlamellen mit einer Beschichtung mit mineralhaltiger Farbe; als Lamellmatte, die mit Alufolie kaschiert ist; als Halbschale; als steife oder halbsteife Mineralwollmatten, die für die Zwischensparrendämmung in Keile geschnitten wurde; als Mineralwollmatten, die auf Edelstahl-Drahtgeflechten versteppt wurden; kunstharzgebundene Mineralwollfilzmatte; als Mineralwollfilzmatten, die mit Alufolie oder Bitumenpappe kaschiert wurden; als Mineralwollvlies, das zwischen Bitumen-Dach- und Dichtungsbahnen angebracht wird; oder auch in loser Form in Säcken. Letztere Variante ist sehr kostengünstig und daher gängig und wird benutzt, um Hohlräume damit auszustopfen.