Kreis Neuwied

Der rheinland-pfälzische Landkreis Neuwied hat etwa 183 000 Einwohner. Der Landkreis verläuft am Rhein entlang, ein Teil des Gebiets liegt im Westerwald. Vor dem Jahr 1800 gehörte ein Großteil der Region zu den Kurfürstentümern von Köln und Trier und der Grafschaft Wied. Nach 1815 gehörte das Gebiet zu Preußen und wurde schließlich nach einigen weiteren Besitzerwechseln Teil des Regierungsbezirks Koblenz.

Als erfolgsgekrönter Kompetenz-Standort präsentiert sich der Kreis Neuwied in wirtschaftlicher Hinsicht. Im Gebiet gibt es neun Gewerbe- und Industrieflächen. Branchen aus Handel, Industrie und Gewerbe sind hier vertreten, beispielsweise handwerkliche und Zuliefererunternehmen, EDV-Betriebe, verarbeitende Betriebe, Stahlbau, Automationstechnik, Unternehmen aus den Bereichen, Chemie, Biologie und Physik, kunststoff- und papierverarbeitende Industrie und zahlreiche mehr. Günstig auf den Standort wirkt sich die Anbindung an die Wasserstraßen von Mosel und Rhein aus sowie an die Bundesautobahnen A3, A48 und A61.

Trotz der ländlichen Struktur des Kreises Neuwied lässt das kulturelle Leben hier kaum Wünsche offen. Abgesehen von regionalen Theaterensembles, Chören usw. ist auch die Hochkultur vertreten. Am Barockschloss Enger werden Stipendienempfänger im Fachgebiet Kammermusik von renommierten Professoren ausgebildet und im prächtigen Dianasaal des Schlosses finden jedes Jahr mehr als 50 Konzerte statt. Das Schloss wurde von der Landesstiftung Villa Musica Mainz übernommen, welche ebenfalls eine Reihe von Open Air Konzerten im Sommer veranstaltet. Unter dem Motto „Menschen, Masken, Musik“ finden in Neuwied die Rommersdorfer Freilichtfestspiele statt. Wer sich für Architektur und Geschichte interessiert, sollte einen Blick auf die Burgruine Altwied, das Schloss Neuwied und die ehemalige Abtei der Prämonstratenser in Rommersdorf werfen.