Holzwolle

Unter Holzwolle versteht man ein staubarmes Holzprodukt. Sie besteht aus feinen Holzfasern und ist antistatisch, hygienisch sowie elastisch. Staubarm wird sie, indem man sie maschinell entstaubt. Man stellt Holzwolle her, indem man Rundholzabschnitte parallel und quer zur Rollenachse hobelt. Hauptsächlich wird Holzwolle aus Fichtenholz angefertigt, manchmal auch aus Pappel- oder Kiefernholz. Die einzelnen Fadenspäne sind dabei unterschiedlich breit und stark sowie etwa 500 mm lang.

Einige der Einsatzgebiete von Holzwolle liegen in der Baubranche sowie im Handwerk, doch das Naturmaterial ist noch vielseitiger. Man benutzt Holzwolle beispielsweise vor allem als Verpackungspolster, aber auch als Anzündhilfe, als Unterlage zum Ernten von Erdbeeren und als Unterlage für Tierkäfige. Es ist außerdem möglich, Holzwolle mit Magnesit oder einem anderen Verbundstoff zu verbinden und zu konservieren. Dann entstehen Holzwolleplatten, ein Dämmstoff, den man zur Schall- und Wärmedämmung in Decken und Wänden einsetzt. Man befestigt die Holzwolleplatten auf dem Fußboden, an den Wänden oder an der Decke und bringt anschließend den weiteren Belag auf. Demnach bildet Holzwolle eine Zwischenschicht, die die Kälte am Eindringen hindert und für bessere Speicherung der Wärme sorgt.

Holzwolleplatten haben eine gute Umweltbilanz, da sie frei von Schadstoffen und künstlichen Bindemitteln sind. Bei der Produktion werden ebenfalls keine Chemikalien beigefügt. Zudem ist Holzwolle zu 100% biologisch abbaubar. Bei ihrer Kompostierung fällt kein Restmüll an. Für nach ökologischen Kriterien errichtete Häuser, aber auch im Allgemeinen, sind sie daher zu empfehlen.

Weitere Vorteile von Holzwolle sind ihre einfache Verarbeitung und ihr geringes Gewicht und Lagervolumen. Des Weiteren kann man Holzwolle problemlos wiederverwenden.