Haus

Eine eigene Immobilie ist immer noch eine der besten Altersvorsorgen, daher ist es kein Wunder, dass sich viele Menschen für ein eigenes Haus entscheiden. Gerade bei jungen Familien mit Kindern steht der Bau eines eigenen Hauses hoch im Kurs, um somit gleich für die Kinder etwas Solides und Dauerhaftes auf die Beine zu stellen und weitergeben zu können.

Kaufen oder Mieten?

Auch angesichts der derzeitigen hohen Mietpreise bauen sich die Deutschen lieber ein Eigenheim mit dem Argument, dass sie dann wenigstens ihr Geld in ihr Eigentum investieren und bis zu ihrem Lebensende einen Nutzen davon haben.

Allerdings geht der Bau eines Hauses eher nach dem Motto “Gut Ding will Weile haben” vonstatten. Ganz am Anfang stehen viele verschiedene Formalitäten, die es zu klären gilt. Zuerst einmal sollte das geeignete Baugrundstück gefunden werden. Und dann muss natürlich auch noch die Finanzierung geklärt werden, denn ohne diese wird es beim Traum vom eigenen Haus bleiben.

Grundstück bis Finanzierung

Ist das richtige Grundstück gefunden und die Finanzierung abgesichert, so muss der Kauf noch per notariellem Kaufvertrag rechtskräftig gemacht werden. Und im Anschluss hieran sind dann die erforderlichen Baugenehmigungen zu beschaffen. Dies ist noch einmal mit viel Schriftkram und Lauferei zu den Behörden verbunden.

Sind endlich alle schriftlichen und rechtlichen Voraussetzungen im Reinen, kann mit dem Hausbau begonnen werden. Dazu sind wiederum verschiedene Baufirmen zu finden, die die anfallenden Handwerkerleistungen ausführen. Die Kosten des Hauses können bei diesem Punkt übrigens um einiges reduziert werden, entscheidet man sich, die eine oder andere Leistung selbst zu übernehmen. Hier hat man einen enormen Vorteil, wenn man im Verwandten- und Bekanntenkreis viele Handwerker hat, denn so können einige Tausend Euro eingespart werden.

Andererseits gibt es bestimmte Arbeiten, die von Fachbetrieben vorgenommen werden müssen. Darüber sollte man sich vorher ebenfalls informieren bzw. der zuständige Architekt kümmert sich um diese Angelegenheiten und ebenfalls um die Beauftragung von geeigneten Firmen.

Die Dauer des Hausbaus kann in etwa vorausgesagt werden. Wie viel Zeit der Bau in Anspruch nimmt, hängt erst einmal vom Haustyp ab. Das Errichten selbst geht meist recht schnell vonstatten. Selbst ein massiv gebautes Haus ist innerhalb kurzer Zeit komplett aufgebaut. Ein Fertigteilhaus wird sogar an einem Tag aufgestellt.

Die meiste Zeit nimmt der Innenausbau in Anspruch, auch deshalb, weil es oftmals Verzögerungen durch die Handwerker gibt, die nicht immer Hand in Hand arbeiten. Ferner kommt es in vielen Fällen zu nicht völlig korrekt ausgeführten Arbeiten, wo dann nachgearbeitet werden muss, was ebenfalls noch einmal eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Gerade deshalb sollte man genug Zeit für einen Hausbau einplanen, denn umso mehr Zeitdruck herrscht, umso mehr Fehler passieren.

Daneben ist es besonders beim Massivhaus wichtig, dass hier das Mauerwerk genug Zeit zum Trocknen hat, damit es nicht zur Entstehung von Schimmel kommt. Früher galt es als Faustregel, das Haus einen Winter im Rohbau stehen zu lassen. Leider ist dies heute nur noch die Ausnahme, weil meist unter einem immensen Zeitdruck gearbeitet wird, was nicht zuletzt auf die finanziellen Gegebenheiten des Hausbauers zurückzuführen ist.