Haus Anbau

Warum ein Anbau?

Wer sein eigenes Haus bereits schon stehen hat und nun, aus welchen Gründen auch immer, eine Erweiterung seines Hauses vornehmen muss, plant entweder einen kompletten Umbau oder für sein Haus einen Anbau. Ganz gleich, auf welche Art der Hausbesitzer sein Haus verändern möchte, auf alle Fälle benötigt er genau wie zum Beginn seines Hausbaus eine Baugenehmigung. Bei einem Haus einen Anbau durchzuführen geht auf drei verschiedene Arten, für die er jeweils die Baugenehmigung und für eine komplette Aufstockung seines Gebäudes sogar noch einen Statiker. Die Baugenehmigung kann jedoch erst erfolgen, wenn eine komplette und detaillierte Zeichnung eines zugelassenen Architekten vorliegt und bei der Aufstockung auch noch das Gutachten des Statikers vorhanden ist.

Verbreiterung des Hauses

Wer sein Haus verbreitern will und dadurch selbstverständlich auch gleichzeitig die Grundfläche erweitern muss, steht praktisch schon wieder vor dem Neubau seines Hauses. Es muss ja nicht nur die Grundfläche erweitert werden, sondern es muss mindestens eine komplette Wand neu gesetzt und zwei weitere Außenwände und zwei oder drei Innenwände verlängert werden. Dazu muss ein komplett neues Dach errichtet und eingedeckt werden. Allerdings kann der Hausherr hier auch eine böse Überraschung erleben, denn mittlerweile müssen bei einem Umbau Isolierungen an Außenwänden nach der Energie-Einspar-Verordnung (EnEV) angebracht werden. Dies bedeutet nicht nur für die neu erstellte Außenwand, sondern auch für die beiden verlängerten Außenwände eine komplett neue Isolierung. Wenn also drei Wände neu isoliert werden, macht man die vierte Wand auch gleich mit, damit das Haus eine einheitliche Isolierung erhält.

Verlängerung des Hauses

Bekommt das Haus als Anbau eine Verlängerung, so ist das Verfahren bei den Wänden fast genau so wie bei einer Verbreiterung. Also bekommt das gesamte Haus eine neue Isolierung nach den EnEV. Wurde das Haus in der 1½-geschossigen Bauweise erstellt, so müssen auch hier sämtliche Geschossflächen verlängert werden. Der einzige Vorteil gegenüber der Verbreiterung liegt darin, dass die Verlängerung des Daches erheblich günstiger ist, als ein komplett neues Dach zu errichten.

Aufstockung eines Hauses

Für die Aufstockung eines Hauses benötigt der Hausherr zunächst ein Gutachten eines Statikers, um die gesamte Stabilität des Hauses und auch des zusätzlichen Aufbaus neu zu berechnen. Danach wird der Architekt herangezogen, der sich genau nach den Anweisungen des Statikers richten muss. Wurde von der Stadt die Baugenehmigung erteilt, kann mit der Aufstockung begonnen werden. Der Vorteil einer Aufstockung liegt darin, dass die Grundfläche erhalten bleiben kann und nur ein komplett neues Dach errichtet werden muss. Der Aufbau und auch das komplette Dach müssen allerdings nach den Bestimmungen der EnEV komplett neu isoliert werden. Die Kosten für diese Art des Anbaus sind von allen drei Arten die geringsten.