Gussasphalt

Der Baustoff Gussasphalt gehört zu den Asphalten. Er besteht aus einer Mischung aus Sand, Splitt, Füller (Steinmehl) sowie Bitumen. Wenn man dieses Gussasphalt-Gemisch einbaut, lässt es sich gießen und streichen. Somit muss man es nicht verdichten.

Wichtige Einsatzgebiete von Gussasphalt sind der Hochbau und der Industriebau. Zusammen mit Bitumen-Schweißbahnen nutzt man den Gussasphalt hier zur Abdichtung von Bauwerken, unter anderem auf Parkdecks oder in Tiefgaragen. Von Bedeutung für das Bauwesen ist Gussasphaltestrich. Dies ist ein bitumengebundener Estrich, der aus Splitt, Bitumen, Sand sowie Gesteinsmehl besteht. Der Estrich kann schwellenlos und frei von Fugen hergestellt werden. Er ergibt einen Fußboden, der nicht nur hohlraumfrei und wasserdicht, sondern auch so gut wie wasserdampfdicht ist. Gussasphaltestrich ist nicht sehr wärmeleitfähig und daher bestens geeignet zur Wärmedämmung. Er fühlt sich sehr fußwarm an. Praktisch ist darüber hinaus, dass er die Übertragung von Trittschall reduziert. Er ist recyclingfähig und zeichnet sich durch Beständigkeit gegenüber Laugen und Säuren aus. Unter anderem fließende Räume und Terrassen werden aus Gussasphaltestrich erstellt. Wandbekleidungen und Duschwannen aus dem Material existieren ebenfalls. Bei der Sanierung von Altbauten dient Gussasphaltestrich zur Verbesserung der Wärme- und/oder Trittschalldämmung und zur Errichtung einer Sperrschicht zum Schutz vor aufsteigender Feuchte. Gussasphaltestrich kann mit sämtlichen Bodenbelägen belegt werden. Für den industriellen Gebrauch wird jedoch oft auf einen Bodenbelag verzichtet. Aus dem Straßenbau ist Gussasphalt auch nicht wegzudenken. Es zeichnet sich durch Alterungsbeständigkeit und Standfestigkeit aus. Um die Oberfläche noch feinrauer zu gestalten und für eine bessere Anfangsgriffigkeit zu sorgen, reibt man die Deckschichten mit Sand oder Splitt ab.