Glasbaustein

Bei Glasbausteinen, die auch unter dem Namen Glassteine bekannt sind, handelt es sich um Bauteile in Quaderform, die man benutzt, um nichttragende und lichtdurchlässige Wände im Innenbereich ebenso wie im Außenbereich zu erstellen. Diese Glasbausteine setzen sich aus zwei Pressglas-Halbschalen zusammen, die miteinander verschmolzen wurden, oder man stellt sie direkt in Form von Vollglasbausteinen her. Es gibt diverse Formate sowie Farbnuancen. Aufgrund der Beschaffenheit ihrer Oberfläche und ihrer Struktur sind sie lichtdurchlässig, bewirken aber eine solche optische Verzerrung, dass sie auch gut als Sichtschutz dienen können. Fast wie ein Mauerwerk kann man sie mit Hilfe von Mörtel aufmauern. Einige werden auch als Fertigelemente produziert. Dabei verlegt man Bewehrungsstähle, um die Fugen stabiler zu gestalten. Verlegesysteme, die ohne Mörtel auskommen, existieren ebenfalls. Mit diesen können oftmals auch Hobbyhandwerker arbeiten. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten, denn es müssen einige Regeln beachtet werden. So handelt es sich bei Glassteinwänden nicht um tragende Wände, daher darf es nicht dazu kommen, dass diese Wände Lasten aus dem Rest des Bauwerks übernehmen. Die Verlegung der Glassteine muss gemäß der DIN 4242 erfolgen. Man muss die Glassteinwände derart an die an sie angrenzenden Bauteile anschließen, dass keinerlei Zwängungskräfte auf die Glassteinwände einwirken. Aus diesem Grund ist eine Anordnung von Gleit- und Dehnfugen äußerst wichtig, die in ihrer Funktionsfähigkeit von den übrigen Materialien nicht beeinträchtigt werden dürfen.

In der Regel sind Glasbausteine zwischen 8 und 10 cm dick. Wenn sie als Brandschutz- oder Wärmedämmsteine eingesetzt werden, sind auch Dicken von maximal 16 cm möglich.

In den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden Glassteine häufig für die Gestaltung der Treppenhaus-Außenwände benutzt. Vor Kurzem sind sie als dekoratives Mittel wieder in Mode gekommen.