Fernwartungssoftware

Das schöne an der IT Branche könnte sein, dass man den Dienst von überall her erledigen kann. Im Extremfall kann man seine Kunden von den Malediven aus bedienen. Was man dazu braucht ist eine gute Fernwartungssoftware. Wenn man ein Unix oder Linux System zu betreuen hat, dann stehen einige Techniken wie ftp, scp oder auch telnet zur Verfügung. Die einfachste und genaueste Form der Fernwartung geht also über Terminalfenster. Auch in der Redmonder Software – Win 2000 oder XP – ist ein solcher Dienst integriert. Vieles ist heute natürlich grafisch geregelt. Die meisten Programme der Anwender sind nicht wie in DOS Zeiten Kommando betrieben, sondern bunte Bilder und Mausbedienung herrscht vor. Das stellt natürlich andere Ansprüche an die Fernwartungssoftware wie auch an die Bandbreite.

Ab der Windows Version XP ist serienmäßig der Fernzugriff aktiviert. Mit Bordmitteln kann man, oder könnte man, eine Fernwartung von seinen Kunden betreiben. Das Protokoll, das dazu verwendet wird, ist RDP. Wenn der Service aktiviert ist, kann man per RDP Client auf Kundenrechner zugreifen. Diese Fernwartungssoftware hat allerdings einige Mängel, man muss durch die Firewalls der Firmen kommen, man braucht eine relativ große Bandbreite und die Sicherheit ist, soweit man eine Verbindung bekommt, nicht gewährleistet. Um Fernwartung über Firmengrenzen hinweg durchführen zu können, braucht man Tunnelprogramme. Der zu wartende PC nimmt hinter der Firewall Kontakt mit einem dritten Rechner jenseits der Firewall auf. Der Client kontaktiert sich mit diesem Zwischenrechner und darüber ist dann eine Fernwartung möglich. Die beschriebene Technik ähnelt in gewisser Hinsicht einem Trojaner, sollte man so eine Software einsetzen, so sollte man sich schon mit seinem zuständigen Administrator unterhalten.
Die Sicherheit kann durch Kryptierung gewährleistet werden, man muss der Mittelmaschine trauen. Über diese laufen letztendlich alle Daten des Kunden.

Oft wird auch VPN im Zusammenhang mit Fernwartungssoftware genutzt. Hierbei wird virtuell die Client Maschine in das interne Netz eingebunden. Dann kann wiederum RDP als Fernwartungssoftware benutzt werden, die Client Maschine befindet sich ja dann virtuell hinter der Firewall der Kunden Firma.
Fernwartungssoftware kann viele Reisen zum Kunden ersparen und dient somit neben der Effizienzsteigerung auch als probates Mittel der CO2 Reduktion.