Buntsandstein

Mit Buntsandstein wird keine bestimmte Art von Gestein bezeichnet, sondern eine Gesteinseinheit, die in der Regel mehrere hundert Meter umfasst und hauptsächlich aus Sandstein besteht. Weitere Bestandteile sind andere kontinentale Ablagerungen wie Tonsteine und rote Konglomerate. Man unterscheidet zwischen Oberem Buntsandstein, Mittlerem und Unterem Buntsandstein.

Wie entsteht Buntsandstein?

Entstanden ist Buntsandstein vor etwa 245 Millionen Jahren. Im Erdzeitalter Trias herrschte große Trockenheit und Hitze, selbst in den Polarregionen war es das ganze Jahr über warm. Es kam zur langsamen Austrocknung des Zechsteinmeers aus dem Erdzeitalter Perm. Im germanischen Becken, das sich von Helgoland bis Hessen erstreckt, kam es zur Ablagerung von rotem Ton und Sand in Flüssen und Seen. Diese wurden fest und zum roten Buntsandstein.

Wo kommt dieser vor – wie abgebaut?

In Mitteleuropa ist Buntsandstein von Frankreich und Luxemburg im Westen bis zu Weißrussland und Polen im Osten anzufinden, sowie von der Schweiz im Süden bis hin zu den skandinavischen Ländern im Norden.

Buntsandstein weist günstige Merkmale auf, beispielsweise ist er leicht spaltbar. Aus diesem Grund hat man ihn häufig zum Bau von Brücken, Burgen, Kirchen und anderen Bauwerken benutzt. Berühmte Gebäude aus Buntsandstein sind unter anderem der Straßburger Münster und das Heidelberger Schloss.

Einsatzgebiete im Bauwesen

In der Natur verwittert Buntsandstein häufig auf eindrucksvolle Weise. So werden viele natürliche Buntsandsteinvorkommen zu Naturdenkmälern erklärt: die Lange Anna, das 47 Meter hohe Wahrzeichen von Helgoland ist wohl das bekannteste Beispiel. Es ist seit 1969 ein Naturdenkmal. Doch auch der Teufelstich bei Hinterweidenthal oder der Altschlossfelsen in der Pfalz sind überaus sehenswert. Letzterer ist ein etwa 1,5 Kilometer langes und 25 Meter hohes Massiv.