Bims

Mit Bims wird ein porösen, glasiges Vulkangestein bezeichnet. Aufgrund seiner Poren hat Bims ein geringeres spezifischeres Gewicht als Wasser. Es gibt Bims in den unterschiedlichsten Farbtönen. Er beinahe weiß sein, zum Beispiel auf Stromboli oder im Norden von Lipari. Je mehr Luft enthalten ist und desto kleiner die Blasen sind, desto heller ist Bims. Bims, der aus basaltischer Lava besteht und große Blase hat, ist fast schwarz. Man nennt ihn Gesteinsschaum. Es gibt aber auch diverse Zwischentöne, beispielsweise von gelblicher und grauer Farbe. Zudem können in den Poren Kristalle oder Vulkanglas eingelagert sein.

Bims bildet sich bei gasreichen Vulkanausbrüchen, bei welchen Kohlendioxid und Wasserdämpf ein Aufschäumen der Lava bewirken. Chemisch betrachtet ist Bims mit anderen Arten von Lava identisch, allerdings ist er viel leichter und häufig auch heller. Viele Bimssteine sind von Natur aus radioaktiv, wie sämtliche vulkanische Mineralien.

In Deutschland baut man Bims nahe Neuwied – im bekannten Neuwieder Becken – und am Laacher See ab. Um Bims abzubauen, schiebt man ihn in der Regel beiseite, fördert ihn im Tagebau und kultiviert die Abbaufläche anschließend mit dem Lössboden. So wird beim Bimsbau weniger Umweltschaden angerichtet als beim Abbau von Lava, der die Zerstörung von Biotopen bewirkt.

Eingesetzt wird Bims zur Produktion von rheinischem Schwemmstein und Leichtbetonstein. Dafür prädestiniert ihn seine gute Wärmedämmwirkung. Auch im Gartenbau und für Dachbegrünungen nutzt man Bims, genauer gesagt Naturbims, und zwar als Zuschlags- oder Grundstoff für Gärtnersubstrat. Hier verbessert Bims die Böden, das Porengefüge, die Durchwurzelbarkeit, die Durchlüftung und die Wasserspeicherfähigkeit.