Baustellen

Unter einer Baustelle ist im Allgemeinen ein Ort zu verstehen, an dem Bauarbeiten jeglicher Art durchgeführt werden. So ist eine Fläche, auf der ein Haus entsteht, ebenso eine Baustelle, wie ein Gebäude, an dem sich ein Gerüst befindet. Selbst ein Ort an dem Baumaterialien oder Baugeräte untergebracht werden, gilt als Baustelle.

Zu unterscheiden in..

Grundsätzlich wird zwischen ortsgebundenen und mobilen Baustellen unterschieden. Letztere sind auch unter dem Begriff “Wanderbaustelle” bekannt und oft auf einer Autobahn zu finden, wenn z.B. der Seitenstreifen geschnitten wird. Zudem unterscheidet man Baustellen in Tagesbaustellen und Dauerbaustellen. Befindet sich eine Baustelle im Straßenbereich, sind die jeweils Verantwortlichen für eine verkehrsrechtliche Anordnung zuständig. Sie muss in Verbindung mit einem Verkehrszeichenplan bei den zuständigen Behörden beantragt werden.

Bei der Einrichtung zu beachten!

Ohne diese verkehrsrechtliche Ordnung darf man im Bereich der Straßenverkehrsordnung keine Baustelle einrichten. Dies ist nur im Notfall erlaubt, wenn eine sofortige Maßnahme zur Abwehr von Schäden erforderlich ist. Verstößt man gegen diese Vorschrift, besteht der Tatbestand einer Ordnungswidrigkeit, was mit Bußgeldern und Punkten in Flensburg geahndet wird.

Kommen dadurch Personen zu Schaden, kann es sogar zu einer strafrechtlichen Verfolgung kommen. Neben der Straßenverkehrsordnung muss man aber noch weitere Gesetze, Verordnungen und technische Regeln beachten. Hierunter fallt z.B. das Arbeitsschutzgesetz, die Arbeitsstättenverordnung, die Baustellenverordnung, die Gefahrstoffverordnung, das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz sowie die Unfallverhütungsvorschriften.

Achtung – Bau-BG Bauhelfer anmelden!

Besonders letztere sind von Bedeutung, denn auch wenn man sein Massivhaus selbst baut und Freunde/Bauhelfer dabei helfen, muss man für die erforderliche Arbeitssicherheit sorgen. In diesem Zusammenhang sei auch die Bauhelferversicherung erwähnt, die man bei der Bau-Berufsgenossenschaft für seine Freunde abschließen muss, die einem beim Bau des Hauses auf der Baustelle helfen. Die Höhe des Beitrags zu dieser wichtigen Versicherung richtet sich nach den Arbeitsstunden und liegt zwischen 1,20 und 1,50 pro geleistete Arbeitsstunde.

Diese Versicherung tritt immer dann ein, wenn ein Bauhelfer einen Unfall auf der Baustelle hat. Allerdings fällt der Bauherr und auch sein Ehepartner nicht in diesen Versicherungsschutz. Sie haben auch nicht die Möglichkeit, sich freiwillig in ihr zu versichern.

Ganz gleich, um welche Baustelle es sich handelt, ob eine öffentliche oder wenn man ein Haus baut, man ist immer dafür verantwortlich, sicherheitstechnische Maßnahmen zu ergreifen. So muss jede Baustelle so abgesichert sein, dass keine Gefahren, Schäden und Belästigungen entstehen. Hierzu gehört auch eine angemessene und ausreichende Beleuchtung sowie eine deutliche Abgrenzung der Baustelle.

Könnte für die Fußgänger die Gefahr bestehen, dass Materialien auf sie herabfallen, muss man zudem für die Überdachung des Gehweges sorgen. Ein Bauzaun ist für kleinere Baustellen nicht unbedingt vorgeschrieben, was aber immer recht sinnvoll ist, denn ein Zaun bietet auch einen Schutz vor Diebstahl der Materialien und Geräte sowie vor Vandalismus. Des Weiteren ist in den meisten Bauverordnungen zwingend vorgesehen, dass die Baustelle durch ein Baustellenschild eindeutig als Baustelle gekennzeichnet werden muss.