Baustelle

Die ordentliche und sichere Baustelle

Der Traum vom eigenen Haus beginnt mit einer Baustelle. Voller Stolz verkündet der Bauherr:

„So jetzt fahre ich noch auf die Baustelle“, wenn er nach Dienstschluss seine Tasche packt. Entweder will er nach dem Rechten sehen oder noch Hand anlegen, damit sich die Baukosten im Rahmen halten. Die permanente Kontrolle der Baustelle ist sehr wichtig, damit keine Gefahren für andere Menschen von ihr ausgehen und es nicht zu Material- und Werkzeugdiebstahl kommt. Wer hier nicht achtsam ist, der kann mit hohen Zusatzkosten und viel Ärger rechnen.

Welche Versicherung sollte abgeschlossen werden?

Eine Bauhaftpflichtversicherung ist in jedem Fall vor Baubeginn abzuschließen. Wenn überwiegend Eigenleistungen erbracht werden und Freunde und Familie lobenswerter Weise helfen, dann sind auch diese Personen ordnungsgemäß abzusichern. Eine Rohbauversicherung, die in erster Linie gegen Brand- und Feuerschäden abgeschlossen wird, sollte nicht fehlen. Je nach Versicherungsanbieter lassen sich hier auch Schäden, die nicht durch Feuer verursacht worden sind, abdecken.

Wer trägt die Verantwortung wenn es um Sicherheit geht?

Die Verantwortung für die Baustellenabsicherung liegt beim Bauherrn oder aber beim beauftragten Bauträger oder Bauunternehmer. Nachlässigkeiten können zu verminderten Versicherungsleistungen führen oder werden vom Versicherungsunternehmer mit einer Leistungsverweigerung bestraft. Auch sollte man die zivilrechtlichen Folgen bedenken, wenn z.B. Kinder, die auf der Baustelle gespielt haben, verletzt werden. Fehlen hier die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen, wie Schilder, z.B. „Unbefugten ist das Betreten der Baustelle verboten“ und sind Bauzäune oder Einfriedungen defekt und nicht ordnungsgemäß aufgestellt oder angebracht, dann führt das automatisch zu einem Selbstverschulden. Das Betreten der Baustelle muss auch Dieben und Langfingern durch entsprechende Sicherungsmaßnahmen unmöglich gemacht werden. Denn auch ein Minibagger kann durch eine fehlerhafte Baustellensicherung schneller weg sein, als man denkt. Selbst tagsüber ist die Aufsicht durch den Vorarbeiter oder Bauleiter nicht zu vernachlässigen, denn gerade bei weiträumigen Baustellen lassen sich Langfinger auch am helllichten Tag nicht von ihrem Vorhaben abschrecken.

Nur eine aufgeräumte Baustelle ist eine sichere Baustelle. Werkzeug und Material sollten nach getaner Arbeit fest verschlossen werden, damit es den Dieben nicht ganz so leicht gemacht wird. Denn muss erst ein Baucontainer aufgebrochen werden, dann ist die Beweislage auch später für das Diebstahlsverfahren leichter. Wer mit einem Bauunternehmer zusammenarbeitet, der darf als Bauherr nie ganz die Verantwortung abgeben. Er sollte auch darauf achten, dass Unterlagen über Materialmengen und Werkzeuge existieren, die regelmäßig überprüft werden. Nur so kann Schwund und Diebstahl wirksam entgegengewirkt werden.