Baugrundstücke

Der Kauf eines Baugrundstückes erfordert eine gute Vorbereitung. Wer ein Baugrundstück erwerben möchte, sollte vorab eine Vorstellung vom Zuschnitt des künftigen Hauses sowie von der Größe des Grundstückes haben. Bei der späteren Bebauung darf niemals über das gesamte Bauland verfügt werden. Zwischen der Grundstücksgrenze und den jeweiligen Gebäuden müssen stets bestimmte Grenzen eingehalten werden. Aktuell beträgt die Mindestgrenze drei Meter. Deshalb ist dieser Punkt sehr wichtig. Eine Ausnahme bilden Baugrundstücke, auf denen Reihenhäuser errichtet werden sollen. Hier werden die Grenzabstände zu den Nachbargebäuden aufgehoben.

Eine besonders wichtige Rolle spielt die Lage des Baugrundstückes. Natürlich sind „grüne“ Lagen und Randlagen an Flussufern äußerst reizvoll, bergen aber auch die Gefahr von Überschwemmungen und/oder Erdrutschen. Das wiederum bedeutet, dass die Eigentümer bei der Hausrat- und Gebäudeversicherung von Vornherein höher eingestuft werden. Die Versicherungsunternehmen erheben hier sogenannte Risikoaufschläge.

Des Weiteren ist die vorhandene Infrastruktur zu berücksichtigen. Befindet sich das Baugrundstück sehr weit abseits, könnte es für Kinder und Schüler problematisch werden, wenn sie den Kindergarten oder die Schule besuchen möchten. Auch der Weg zur Arbeit oder Einkäufe können unter Umständen nur mit einem Auto bewerkstelligt werden. Die Palette ist groß. Auch das Erreichen medizinischer Versorgungseinrichtungen ist sehr wichtig. All diese Punkte müssen künftige Häuslebauer für sich abwägen.

Die wichtigsten Fakten zusammengefasst:

Jeder muss den persönlichen Wünschen entsprechend entscheiden, wo die perfekte Lage für das eigene Grundstück wäre. Häufige Fragen in diesem Zusammenhang sind: Lassen sich ein Balkon oder eine Terrasse realisieren? Wie ist die Sonneneinstrahlung? Befindet sich das Baugrundstück auf einem Hang? Entscheidend sind auch die Infrastruktur und die umliegende Bebauung. Eine „perfekte“ Lage ergibt sich zumeist aus einer attraktiven Bebauung im Umfeld, aber auch aus einer zentralen Lage. Kindertagesstätten, Schulen, Nahverkehr, Ärzte und Supermärkte sollten vom Grundstück aus möglichst gut erreichbar sein.

Die Nutzungsart ist besonders wichtig. Wer die Möglichkeit hat, sollte das potenzielle Baugrundstück vorab besichtigen. Möglicherweise handelt es sich um ein Mischgebiet. Hier kann es passieren, dass sich das Grundstück direkt neben einem Betrieb befindet. Arbeitet der Betrieb mit lauten Maschinen, sind Probleme vorprogrammiert. Ruhestörungen würden die Freude über ein eigenes Grundstück schnell trüben. Um dies zu vermeiden, können sich künftige Grundstückseigentümer Bauentwicklungspläne der Gemeinde besorgen. Die Pläne können dann Klarheit darüber verschaffen, wann und wo sich Betriebe befinden oder etwa eine neue Straße gebaut werden soll. Hieraus kann auch entnommen werden, ob der dadurch entstehende Lärm in das Haus eindringen würde. Wer diese Punkte vor dem Kauf eines Grundstücks berücksichtigt, wird an seinem neuen Eigentum viel Freude habe.