Autokran

Die Begriffsbezeichnung von einem solchen Autokran müsste eigentlich lauten, dass es sich um ein Fahrzeug mit Rad- oder Kettenantrieb handelt, an dessen hinterem Teil eine komplette Krananlage befestigt ist. Dabei kann das Einsatzgebiet solcher Autokrane so vielseitig und auch so umfangreich sein, dass es schon mehrere Seiten bedarf, um all die Möglichkeiten aufzuführen. So können die Autokrane zum Beispiel für die Errichtung eines Funkturmes nützlich sein, oder auch in den Verwirklichungen der Energieeinsparung durch das Aufstellen ganzer Windkraftanlagen oder anderer Großbaustellen.

Damit gefährliche Improvisationen oder andere unvorhergesehene Probleme bereits im Vorfeld vermieden werden können, sind notwendige Informationen über die Anfahrtswege, die Bodenbeschaffenheit oder auch die Anschlagmöglichkeiten der Last bereits im Vorfeld zu beschaffen. Solche Angaben sind für einen reibungslosen Ablauf der Arbeiten ungeheuer wichtig. Vor allem beim Einsatz in dicht bewohnten Wohngebieten ist es besonders wichtig, den richtigen Autokran im Vorfeld auszuwählen oder auch notwendigerweise die Teil- oder Vollsperrung von Straßen durch die Polizei durchzuführen. Der Kranführer muss wissen, ob er bestimmtes Anschlagmaterial oder andere Lastaufnahmemittel benötigt, oder ob er auch unter Umständen nach den Anweisungen einer anderen Person mittels Sprechfunk arbeiten muss. Doch bevor ein solcher Kran eingesetzt werden kann, muss vorher unbedingt noch die Fahrtroute mit Hinweisen über Belastbarkeit von Brücken, die genauen Durchfahrthöhen oder auch die mögliche Demontage von Verkehrsschildern genau geplant werden.

Bei der Wahl des Aufstellungsortes sind die Bodenbeschaffenheit, der genügende Sicherheitsabstand von Freileitungen oder anderen Bauwerken und der mögliche Radius der Kranbewegungen genau zu ermitteln. Da im Endeffekt der Kranführer bei eventuell auftretenden Fehlern persönlich haftbar ist, muss er vor Anfahrtsbeginn sich mit den örtlichen Begebenheiten vertraut machen und den Einsatzort besichtigen. Dabei kann er auch gleich abklären, ob die Wetterverhältnisse einen Einsatz des Autokrans möglicherweise verhindern oder beeinträchtigen können.

Alle gleislosen Fahrzeugkrane werden eingegliedert in nicht geländegängige Straßenfahrkrane, geländegängige Langsamläufer, Autokrane, welche die Vorzüge der beiden ersten Kräne vereinen, oder aber auch in Raupenkrane. Alle diese Kranarten sind entweder Gittermastkrane oder Teleskopkrane und bestehen jeweils aus einem Ober- und Unterwagen. Dabei kann ein solcher Autokran schon einmal bis zu zehn Fahrzeugachsen haben, wobei hier gleich mehrere Achsen aufgrund der Länge einzeln steuerbar sind. Aufgrund der höchst zulässigen Achslast von zwölf Tonnen pro Fahrzeugachse auf den öffentlichen Straßen dürfen Autokrane ab einer maximalen Traglast von 50 Tonnen unter Umständen nur einen Teil des gesamten Ballastes mit sich führen. Alle anderen Gegenstände, auch ein Teil der Kontergewichte, müssen dann auf anderen Fahrzeugen zum Einsatzort transportiert werden. Ein Autokran ist aus der heutigen Technik einfach nicht mehr wegzudenken.