Einsatz und Anwendung von Asphaltbeton

Man verwendet Asphaltbeton, früher auch abhängig von der Korngröße Asphaltgrobbeton oder Asphaltbeton genannt, im Straßenbau. Er dient dort als Deckschicht und darf für sämtliche Wege sowie für die Straßen in den Bauklassen II-VI benutzt werden. Hergestellt wird er aus Edelsplitt, Edelbrechsand, Natursand, Füller sowie Bitumen. Die enthaltenen Körner können bis zu 16 mm groß sein. Es ist wichtig, die Deckschicht abzustumpfen, damit sie rau genug ist. Vor allem, um die Anfangsgriffigkeit zu erhöhen, ist dies unerlässlich. Um den Asphaltbeton abzustumpfen, streut man auf die Deckschicht Splitt, solange sie noch heiß ist und drückt diesen mit Hilfe von Walzen fest in den Asphalt ein. Anschließend beseitigt man das Abstreumaterial, das sich nicht in die Schicht gebunden hat. Das beschriebene Verfahren nennt sich Heißeinbau. Früher wurde Asphaltbeton oft auch im Warmeinbau aufgebracht, was heute jedoch vor allem aufgrund der sehr negativen Auswirkungen für die Umwelt kaum noch geschieht.

Gemäß den RstO werden in den ZTV Asphalt-StB die Merkmale festgelegt, die beim Bau von Asphaltbeton in Straßen und Wegen eingehalten werden müssen. Die ZTV LW ist gültig für Asphaltbeton auf ländlichen Wegen. Abhängig von den jeweiligen Anforderungen wird zwischen unterschiedlichen Arten von Asphaltbeton unterschieden. Angegeben sind die Verteilung der Korngrößen, die Quantität und Art des verwendeten Bindemittels, die Eigenschaften der Schicht, wie beispielsweise das Einbaugewicht, die Einbaudicke, der Verdichtungsgrad und der Hohlraumgrad, und die Eigenschaften des Mischgutes, also der Hohlraumgehalt und die Verdichtungstemperatur. Welche Sorte Mischgut benutzt wird, hängt von der Oberflächenstruktur ab, die man erhalten möchte, und von der Verkehrsbelastung. Neben dem Straßenbau wird Asphaltbeton auch für Bauwerke eingesetzt, vor allem, um damit Talsperren abzudichten.

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