Eigentum als Altersvorsorge

11. März 2021 0 Von holger renn

Wer über ein sicheres Einkommen verfügt und derzeit in einer Mietwohnung lebt, denkt gerne über den Kauf von eigenen vier Wänden nach. Die Möglichkeiten sind variabel: Man kann ein Haus bauen oder kaufen oder auch eine Eigentumswohnung erwerben und so die weit verbreitetste Altersvorsorge Deutschlands erstehen. Eine eigene Immobilie ist weiterhin als Anlageform sehr beliebt und bietet einen relativ sicheren Inflationsschutz dazu. Weiterhin erhöht ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung die Lebensqualität und schafft Freiraum zur persönlichen Entfaltung – und ist natürlich ebenfalls eine gute Ergänzung zur gesetzlichen Rente, von der man nicht genau weiß, wie hoch sie im Endeffekt ausfallen wird.

Bereits jetzt sind die Auswirkungen der geburtenschwachen Jahrgänge zu bemerken, denn immer mehr Senioren machen nach und nach den größten Teil der Bevölkerung aus, denen immer weniger Berufstätige gegenüberstehen. Wer soll die vielen Renten bezahlen? Man geht davon aus, dass innerhalb der nächsten Jahrzehnte die Renten kaum steigen werden und die nachfolgende große Zahl von Rentnern eher mit einer bescheidenen Rente rechnen können. Dies geht zulasten der vielen Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt haben, denn wo niemand einzahlt, kann auch niemand profitieren. Fraglich, ob man den gewohnten Lebensstandard dann weiterhin halten kann und ebenso fraglich, wie sich dies auf die Wohnsituation der Senioren auswirken wird. Die private Altersvorsorge boomt daher gewaltig in verschiedenen Formen wie zum Beispiel privater Rentenversicherungen und Geldanlagemöglichkeiten. Da erscheint der Erwerb einer Immobilie zumindest die Sicherheit des eigenen Wohnraums zu bieten und weiterhin ist eine solche Geldanlage während des Erwerbslebens durchaus von steuerlichem Vorteil. Die mutmaßlich entstehenden Lücken der Altersvorsorge fallen ein wenig kleiner aus, wenn man frühzeitig in eine Immobilie investiert hat und im Ruhestand keine Miete mehr zahlen muss.

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Um die Finanzierung möglichst angenehm zu gestalten, sollte man so früh wie möglich damit anfangen, Eigenkapital zu schaffen oder zum Beispiel Bausparverträge abschließen, denn dann fällt die Höhe der aufzunehmenden Fremdmittel sehr gering aus oder fällt komplett weg. Man geht davon aus, dass es ausreichend ist, wenn 20 bis 40 Prozent des finanziellen Polsters in die Finanzierung einer Immobilie gehen. Besonders Geldinstitute belohnen den Einsatz von Eigenkapital durch niedrige Zinskonditionen, was den Kauf einer Immobilie natürlich reizvoller macht. Beginnt man in relativ jungen Jahren mit der Schaffung von Eigenkapital, besteht die Möglichkeit, dass man im Ruhestand eine Eigentumswohnung oder ein Haus besitzt, das komplett bezahlt, also schuldenfrei ist und sich der Ruhestand angenehm, und um eine Sorge weniger, genießen lässt. Denn meist ist nicht die Anschaffung der Immobilie die dringliche finanzielle Frage, sondern die anfallenden Zinsen sorgen bei schlechter Planung dafür, dass viele Menschen ihre eigene Immobilie nicht mehr tragen können.

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