Die Wärmedämmung

Altbauten

Während bei den heutigen Neubauten der niedrige Energieverbrauch und eine besondere Wärmedämmung der Fassade zu den natürlichsten Dingen der Welt zählen, kam es in den Nachkriegsjahren nur darauf an, dass ein Haus solide gebaut sein musste und möglichst lange halten sollte. Erst zu Ende der 1970er Jahre begannen die Hausbesitzer nach und nach, doppelt verglaste Fenster einbauen zu lassen, die noch möglichst aus Kunststoff sein sollten, damit der Wind an diesen Punkten nicht mehr in die Wohnung gelangen konnte. Ungefähr im gleichen Zeitraum begannen die großen Wohnungsbau-Gesellschaften, ihre Häuser an den Außenfassaden mit langen Platten zu versehen, welche an der Unterseite eine Isolierschicht hatten, damit die Häuser gegen Kälte und Nässe isoliert waren.

Der Umschwung

Erst rund 25 Jahre danach merkten die Verantwortlichen, dass diese Isolierung praktisch keinen Nutzen darstellte und die von unten an der Isolierschicht eindringende Feuchtigkeit mehr oder weniger speicherte, sodass sich hier in einigen Fällen sogar Schimmel bilden konnte. Also entfernte man die Platten wieder, schliff den alten Putz von den Außenwänden und isolierte diese mit den Glaswollmatten, welche nach der Isolierung hinter Klinkersteinen verschwanden. Somit war eine erste recht wirkungsvolle Isolierung und Wärmedämmung der Fassade gewährleistet. Bei den bereits in frühen Jahren verklinkerten Häusern wurden die Klinker zunächst entfernt und ebenfalls eine Isolierschicht angebracht, damit auch diese Häuser isoliert waren.

Die neue Dämmung

Wer heutzutage daran denkt, seine Fassade zu erneuern, sollte sich einmal Gedanken über das neue Wärmeverbundsystem machen, welches sogar noch von der KfW, der Kreditanstalt für Wiederaufbau, großzügig bezuschusst wird. Hauptmerkmal dieses neuen Systems sind winzige Paraffinkügelchen, welche bewirken, dass die Tauwasserbelastung der Oberfläche fast gegen null gesetzt wird und die Außenflächen der Wände die Wärme länger speichern können. Des Weiteren wird direkt unter diesem System eine Dampfsperre angebracht, welche dafür sorgt, dass das Schwitzwasser von innen nach außen gelangen kann, umgekehrt jedoch keine Nässe an die Mauern kommen kann.

Das System

Bei diesem Verbundsystem können auch früher sehr schmuckvoll gestaltete Außenwände ebenfalls wieder eindrucksvoll gestaltet werden, indem die auf Maß gefertigten Dekorprofile einfach auf die Armierung aufgeklebt werden, um auf diese Weise den optischen Blickfang wieder herzustellen. Selbst die vorher vorhandenen Stuckflächen lassen sich recht problemlos wieder herstellen, indem die Endbeschichtung des Wärmeverbundsystems mit verschiedenen Arten von Putz versehen wird und auf diese Weise die Struktur der Außenfassade in der gewünschten Form gestaltet wird. Dabei ist das Potenzial der Energieeinsparung garantiert noch nicht vollständig ausgeschöpft, wobei es unter Umständen in einigen Jahren noch einmal eine Verbesserung der Wärmedämmung der Fassade geben kann und das Wohnklima noch ein wenig verbessert wird, als es bereits jetzt schon nach der Dämmung der Fall ist. Mit den Dämmungen der heutigen Art lassen sich schon rund 60 % des Wärmeverlustes einsparen, was sowohl die Umwelt als auch den eigenen Geldbeutel schont.

Schreibe einen Kommentar