Die Küche und ihr Stellenwert

Heute ist die Küche nicht mehr nur der Ort, an dem gekocht wird, vielmehr ist sie auch ein Prestige-Objekt, was den Aufbau, das Design, die Gestaltung und die Ausstattung betrifft. Die offene Küche wird mehr und mehr bei Neubauten, aber auch in Mietwohnungen bevorzugt. Die Küche als Treffpunkt der Familie oder auch zum Plausch mit Freunden oder Geschäftspartnern ist schon lange ein großes Thema.

Das war schon früher so. Aber hier hatte es lediglich den Grund, dass die Platzverhältnisse es nicht anders zuließen. Auf engem Raum wurde gewohnt, geschlafen und gekocht. Meistens spielte sich alles in einem einzigen Zimmer ab. In reichen Häusern wurde die Küche sogar in den Keller verbannt und die Dienstboten hatten weite Wege zum Speisesaal zurückzulegen. Diese Zeiten sind heute vorbei.

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In den 1950er Jahren avancierte die Küche zum Reich der Hausfrau und Mutter. Es war ihr Refugium, der Mann hatte dort nichts zu suchen. Durch Türen getrennt, damit weder Kochdunst noch Essensgeruch in das Wohn- und Esszimmer dringen konnten, war die Küche ein abgeschlossener Bereich für sich. In alten Häusern finden sich meist noch sehr kleine „Kochküchen“, die mit Herd, Spüle und Gefrierschrank ausgestattet waren. Esszimmer und Wohnzimmer wurden in dieser Architektur ebenfalls voneinander getrennt.

Noch bis vor wenigen Jahren hielt sich auch der Trend zur abgeschlossenen Küche bei Mietwohnungen. Heute ist das anders. Die moderne Küchenarchitektur lässt die Küche zu einem optischen Highlight werden und fügt sie harmonisch in die Raumgestaltung ein. Am Design und der Ausstattung einer Küche wird sogar die Wohn- und Lebensqualität von Immobilien und Wohnungen gemessen. Die Küche ist für das Zustandekommen von Miet- oder Kaufverträgen ein entscheidender Punkt.

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