Das weiße Gold auf unserem Tisch

Eigentlich gebrauchen wir meistens das Wort Geschirr. Oder wir kramen das feine Porzellan von der Oma zu besonderen Anlässen heraus. Wir trinken daraus, essen davon, es findet sich als Gefäß oder Ziergegenstand wieder. Aber Porzellan ist nicht gleich Porzellan, es gibt unterschiedliche Arten.

Den Namen „weißes Gold“ hat das Porzellan einer Sage zu verdanken, nach der es als Nebenprodukt der alchemistischen Goldgewinnung entstanden ist. Die Ursprünge gehen nach China, weit in das 6. Jahrhundert zurück. Von dort nahm es seinen langen Weg auch nach Europa, es wird angenommen der Weltreisende Marco Polo hat es mitgebracht. Die wohl bekannteste deutsche Porzellanmanufaktur steht in Meißen. Dieses Porzellan wird heute von Sammlern heiß begehrt. Aber auch die Namen Rosenthal oder Villeroy & Boch stehen für die hochwertige Porzellanproduktion. Schon die Terrakotten für den Bayernkönig Ludwig wurden von Villeroy & Boch angefertigt.

Die Grundzutaten von Porzellan sind Kaolin, Feldspat und Quarz. Zur Herstellung von Speisegeschirr wird Hartporzellan verwendet, daneben gibt es auch Weichporzellan, das lichtdurchlässig ist. Ziergegenstände werden daraus gearbeitet. Besonders begehrt ist Bone China Porzellan, das ebenfalls bei Sammlern seinen Stellenwert hat. Biskuitporzellan finden wir oft bei Nippes, es hat eine raue Oberfläche und ist wesentlich zerbrechlicher, als die übrigen Porzellansorten.

Porzellan geht in Form und Farbe immer mit dem Zeitgeist. Klassisch und zeitlos ist weißes Geschirr, die Form kann dabei nostalgisch oder futuristisch sein, ganz wie es der Kunde wünscht. Dekore werden bei hochwertigem Porzellan von Hand aufgemalt und eingebrannt. Qualitatives Geschirr steht für guten Geschmack und ist ein Stückchen Luxus, wahrscheinlich werden auch deshalb immer wider gerne Omas teure Stücke zu ganz besonderen Anlässen auf den Tisch gebracht.

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