Bodenbeläge

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Bin 52 Jahre alt und seit 2000 im Internet unterwegs. Meine Hauptthemen sind:

Die Themen: Bauen - Handwerk - Baumaschinen sowie Gesundheit und Bewegung.

Vintage auf dem Boden – dunkle Eichenholz-Dielen in Antikoptik

Während man früher gerne das alte Holzparkett unter Teppichboden oder Linoleumbelag versteckte, so wenden Heimwerker heute viel Zeit dafür auf, altes Holzparkett wieder aufzuarbeiten. Diese Arbeit ist keineswegs so einfach, denn die alte Oberfläche muss abgeschliffen werden und eine neue Versiegelung wird aufgetragen. Doch nicht jeder hat echtes Parkett in seinen vier Wänden liegen, das er bearbeiten kann.

Eichenholz Parkett auf alt getrimmt oder mit modernen Strukturen, die an alt erinnern, ist ein neuer Favorit bei den Bodenbelägen. Dunkelbrauner Eichenholzboden mit weißen Akzentstreifen verwirrt den Betrachter zunächst. Denn er sieht aus, als hätte man unsanft die Möbel darüber gezerrt. Doch die Struktur bringt viel Bewegung in den Raum und harmoniert besonders gut zu weißen Wänden und dunklen Möbeln. Wer es heller bevorzugt, der sollte zu einem Eichenparkett greifen, das mit weißer Patina behandelt wurde. Die ursprüngliche Maserung des dunklen Holzes scheint dabei noch durch und schafft eine besonders behagliche Atmosphäre. Eigentlich ist dieses Parkett schon viel zu schön, um einen Teppich darüber zulegen. Wer dennoch nicht auf einen eingefassten Teppich verzichten will, der kann mit einer kräftigen Farbe, wie Rot, Orange, Türkis oder Grün optische Highlights zaubern, aber auch hier gilt: sparsam mit der Farbe umgehen und nach Möglichkeit auf starke Muster verzichten, uni kommt besser.

Der antike und dennoch moderne Eichenholzboden ist besonders für Schlafzimmer oder Wohnzimmer geeignet und liebt eine eher sparsame Möblierung. Es darf mit natürlichen Materialien nach Lust und Laune kombiniert werden, denn so entsteht ein unverwechselbarer Charme. Der Eichenholzboden, in seinen vielfältigen Ausführungen, wird im Klicksystem verlegt, er ist sehr formstabil, langlebig und verschleißfest.

Bodenbeläge aus Naturfasern

Bodenbeläge aus Naturfasern finden sich noch relativ selten in den Wohnungen und wenn, dann nur als Läufer oder in der Art von Teppichen. Dabei bieten diese Bodenbeläge aus Coir, Sisal, Jute und Binse ein besonders behagliches Wohngefühl in den eigenen vier Wänden. Deshalb werden hier die unterschiedlichen Bodenbeläge vorgestellt und vielleicht findet der eine oder andere ja Interesse an den natürlichen Materialien.

Als Matten fanden diese Bodenbeläge schon im Mittelalter ihre nützliche Verwendung, Binsen und Stroh wurden auch in Schlössern und Herrenhäusern zur Wärmung des Bodens hergenommen. In früheren Zeiten stand dabei der praktische Nutzen stärker im Vordergrund, als der optische Eindruck. Der Handel kann heute mit vielen, unterschiedlichen Naturfaser-Bodenbelägen aufwarten, so dass keine Wünsche offen bleiben.

Das robuste und antistatische Seegras gehört zu den günstigen Bodenbelägen dieser Art. Es ist sehr flexibel und kann eine lange Lebensdauer vorweisen. Über Schmutz und Flecken muss man sich bei diesen Naturfasermatten keine Gedanken machen, denn die Faser ist fast undurchlässig. Der natürlich gelbe bzw. rotbraune Farbton wird durch farbig eingewebte Fäden aufgelockert, denn einfärben lässt sich der Naturstoff nicht.

Der Name Coir wird den Meisten nicht geläufig sein, es handelt sich dabei um die Faser der Kokosnuss, die sicher aber jeder vom Aussehen her kennt. Der raue Belag eignet sich weniger, um barfuss zu laufen, wobei es jedoch stark auf die Webart ankommt. So findet sich auch Kokosfaser-Meterware mit geglätteten Strukturen im Handel Die sehr beständige Faser ist als Bodenbelag in unterschiedlichen Webarten und in vielen Farben erhältlich. Ob rustikal oder in einem Zickzackmuster sowie gestreift ist der interessante Bodenbelag eine willkommene Alternative zu Holz.

Sisal ist vielen Handwerkern und auch den Heimwerkern bekannt, aber auch Läufer und Matten für den Wohnbereich sind nichts Neues mehr. Auch hier kann der Verbraucher aus Webarten, wie Fischgrät oder Plaid, wählen, die Farbpalette reicht von kräftigen Farbtönen bis hin zur naturbelassenen Variante. Durch die weiche Oberflächenstruktur kann dieser Bodenbelag auch in Räumen eingesetzt werden, in denen man gerne einmal ohne Strümpfe unterwegs ist. Eine Mischung aus Wolle und Sisal bietet noch mehr weichen Komfort.

Jute, das ursprünglich die Teppichunterseite ziert, ist heute auch zu einem Bodenbelag für die Wohnung avanciert. Die große Auswahl an Farben und Webarten lässt für den Wohnbereich viele Gestaltungsmöglichkeiten zu. Binse hingegen ist ein etwas schwieriger Bodenbelag, denn Binsen trocknen gerne aus. Deshalb sollte Binsenbodenbelag regelmäßig mit Wasser befeuchtet werden.

Die Bodenbeläge aus Naturfasern sind auf der Unterseite meistens mit Latex beschichtet und können so, ähnlich wie ein Teppichboden, verlegt oder verklebt werden. Allerdings sind einige Dinge zu beachten. Möbelstücke sollten an den Füßen mit Schutzpolstern versehen sein, da sonst der Naturfaserboden schnell verschleißt. Badezimmer und Küche sind weniger geeignete Räume, da Feuchtigkeit den meisten dieser Bodenbeläge nicht gut tut. Kokosfasern, Sisal und Jute werden speziell imprägniert, um Flecken und Schmutz zu vermeiden. Je nach Webart und Verarbeitung, ist die Pflege allerdings nicht aufwendiger, als die eines herkömmlichen Teppichbodens. Wer es dezent natürlich mag, der kann auf Matten und Läufern aus diesen Naturfasern zurückgreifen.

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Das alte Holzparkett als neues Highlight – Renovieren von alten Holzdielenböden

Ein alter Holzdielenboden, der als Schatz unter Teppichboden oder Laminat hervorkommt, freut viele Immobilienkäufer. Aber auch vorhandene Parkettböden werden im Laufe der Zeit unansehnlich und brauchen eine Auffrischung oder eine Aufarbeitung. Dabei kann sich der Aufwand für diese Arbeiten ganz unterschiedlich gestalten, je nachdem, ob nur die Oberfläche abgeschliffen und neu versiegelt werden muss oder ob auch der Ersatz von Brettern, das Kitten von fehlerhaften Stellen oder eine neue Verankerung fällig werden.

Bevor es an das Restaurieren des Bodens geht, ist es wichtig, zu wissen, um welches Holz es sich handelt, denn ein Holzboden kann sowohl aus Massivholzdielen bestehen oder aus furniertem Sperrholz. Bei furnierten Dielenbrettern sollte im Vorfeld überprüft werden, ob das Furnier auch für das Abschleifen die notwendige Dicke aufweist. Schreiner oder Zimmermann sind die richtigen Ansprechpartner, wenn es um die Bestimmung des Holzfußbodens geht. Auch für Ausbesserungsarbeiten, die hinterher nicht optisch störend ins Gewicht fallen, sollte ein Fachmann zur Verfügung stehen.

Ein altes Holzparkett, das über Jahrzehnte hinweg unter Teppichboden oder anderen Bodenbelägen gelegen hat, kann noch so intakt sein, dass nur eine gründliche Reinigung und ein leichtes Abschmirgeln genügen. Holzdielen, die offen liegen und auch stark beansprucht wurden, müssen in der Regel mit einer Schleifmaschine bearbeitet werden. Diese Geräte kann sich der Heimwerker ausleihen oder er überlässt diese Arbeit gleich einem Fachmann, der alles mitbringt. Wer sich selbst an das Renovieren alter Holzböden macht, der sollte beim Abschleifen unbedingt einen Mundschutz tragen und die anfallenden Späne gründlich entfernen. Das Abschleifen erfolgt im ersten Schritt diagonal aus beiden Richtungen und dann noch einmal in Richtung der Holzmaserung. Für die Ränder gibt es einem speziellen Randschleifer. Schleifstaub sollte wirklich akkurat beseitigt werden, da Reste die spätere Optik beeinträchtigen.

Der weitaus angenehmere Arbeitsteil besteht aus dem Lasieren und Versiegeln des Fußbodens. So kann er bald wieder in neuem Glanz erstrahlen. Hier bieten sich zahlreiche Möglichkeiten: Lasieren, Beizen, Streichen oder die Behandlung mit Wachs. Der Handel hält unterschiedliche, fertige Präparate bereit, jedoch ist bei den synthetischen Lacken darauf zu achten, dass diese keine giftigen Inhaltsstoffe enthalten. Es empfiehlt sich daher, Produkte auf Naturharz- oder Ölbasis zu wählen. Auch biologische Versiegelungen und Klarlacke oder natürliches Bienenwachs sind für die Oberflächenbehandlung sehr gut geeignet.

Holzdielen sind robust und widerstandsfähig, sie bleiben über viele Jahrzehnte hinweg schön, wenn sie entsprechend gepflegt und aufgearbeitet werden. Es empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolle der Versiegelung, damit Schäden für das Holzparkett frühzeitig vermieden werden können. Wer lange Freude an der warmen, natürlichen Oberfläche haben möchte, der verzichtet auf hohe Absätze und in jedem Fall auf Zigarettenglut und andere, feuergefährliche Utensilien.

Der Boden als Kunstwerk – Malereien auf Holzfußböden

Ein frisch abgeschliffenes Parkett aus Echtholz bietet die beste Grundlage für ein kreatives Bodenkunstwerk. So lässt sich ein einmaliger Effekt zaubern, der besondere Highlights im Raum setzt und den Boden, der sonst eher mit Füßen getreten wird, zu einem Blickfang macht.

Tipp 1: Schablonenmalerei

Schablonen sind im Handel in einer großen Auswahl zu finden: Blumige Motive, historische Vorbilder oder aber Schablonen mit kindlichen Figuren und Tieren, die Auswahl ist sehr groß. Zunächst werden die rohen Holzdielen mit einer Lasur vorgestrichen. Der Ton sollte nicht zu dunkel gewählt werden, damit die Farbe der Schablonenmalerei hinterher auch gut zu erkennen ist. Ein helles Kiefernparkett verträgt zum Beispiel eine Lasur in der Farbe Walnussbraun. Dem geschickten Heimwerker ist es selbst überlassen, ob er die Schablonen frei Hand platziert oder sich an eine gewisse Geometrie und Ordnung hält. Wer es lieber schön in Reih und Glied mag, der sollte die Mitte des Raumes durch das Spannen von Schnüren ermitteln und sich als Hilfe Quadrate mit gleichem Abstand aufzeichnen, in denen später die Malerei gesetzt wird. Bunte Holzfarbe mit mattem Charakter dient zum Ausmalen der Schablonen. Am besten gelingt dies, wenn die Farbe aufgetupft wird. Es ist auch möglich, nur einen speziellen Ausschnitt des Bodens mit der Schablonenmalerei zu verzieren, z.B. einen Stellplatz für einen kleinen Couchtisch. Nachdem die Malerei gut getrocknet ist, wird der Boden dann mit Klarlack in mehreren, dünnen Schichten versiegelt.

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Tipp 2: Eine farbige Bordüre oder gebeizte Streifen

Unbehandeltes Holzparkett lässt sich auch mit einer gemalten Bordüre verschönern. Dazu wird zunächst ein breiter Streifen oder aber ein Rahmenstreifen farbig ausgemalt. Wenn der Streifen getrocknet ist, darf wieder mit Schablonen gearbeitet werden. Ausgesuchte Motive, z.B. Blütenblätter, als Ranke oder einzelne Elemente, wirken in einer Bordüre besonders gut.

Wer seinem Boden ein interessantes Streifenmuster verpassen möchte, der sollte mit farbiger Beize ans Werk gehen. Es können einzelne Streifen angelegt werden, die den Raum beleben, aber auch der komplette Boden verträgt ein dezentes Streifenmuster, bei dem die Maserung durch die Beize noch durchscheint. Zum Abschluss der farbigen Malerarbeiten folgt die Versiegelung mit Klarlack.

Tipp 3: Farbiges Holzparkett mit Punkten

Wer sich der heimeligen Atmosphäre von Holz nicht entziehen kann, aber dennoch ein wenig Farbe ins Spiel bringen möchte, der grundiert den Holzboden mit weißer Lackfarbe oder einer weißen Lasur. Andere Farben sind natürlich auch erlaubt, dabei sollten aber immer der Gesamteindruck des fertigen Raumes und die weitere Farbgestaltung berücksichtigt werden. Nachdem die „Grundierung“ trocken ist und eine Punktschablone angefertigt wurde, geht es mit der „Punktierung“ los. Die Schablone wird auf dem Boden mit Kreppband befestigt und mit Farben nach Wunsch ausgefüllt. Das gute Augenmaß sollte dabei vorherrschen, damit die Punkte nicht zu dicht aneinander stoßen. Nach dem Trocknen der Farbe wird der Boden mit Klarlack überzogen.

Tipp 4: Ein aufgemalter Teppich

Mit Farbe lässt sich auch ein fester Teppich auf den naturbelassenen Holzboden zaubern. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, er darf rund, eckig oder quadratisch sein, nur sollte er von der Mitte aus in den Raum verlaufen. Die entsprechende Größe mit Kreppband abkleben und mit Farbe ausmalen. Für Akzente sorgen Punkte, Streifen oder Motive, die mit Schablonen oder in der Tupftechnik aufgebracht werden. (529 Worte)


Der Wollteppich als warmer und behaglicher Bodenbelag

Ein qualitativer Teppich besteht zu wesentlichen Teilen aus Wolle, besonders viel Wohnkomfort bieten reine Wollteppiche, die aber auch ihren Preis haben. Auch wenn Wollteppiche, im Gegensatz zu synthetischen Teppichen, eine kürzere Lebensdauer besitzen, so gleichen die ökologischen und gesundheitlichen Vorteile diesen Nachteil aus.

Schurwolle bietet die idealen Bedingungen für einen wohligen und natürlich gesunden Wollteppich und sie kann als nachwachsender Rohstoff angesehen werden. Diese Naturwolle stammt von Schafen, bevorzugt aus der neuseeländischen Region. Teppiche aus Schurwolle erfüllen sowohl eine wärme- als auch schalldämmende Funktion, sie binden Schadstoffe und regulieren die Feuchtigkeit.

Wollteppiche können, je nach Webverfahren, unterschiedliche und sehr interessante Strukturen aufweisen, wie z.B. Bouclé. Gängig sind Schlingenflor oder Schnittflor. Schlingenware zeigt eine leicht strukturierte Oberfläche, die sehr strapazierfähig ist. Sind die Schlingen aufgeschnitten entsteht eine veloursartige Oberfläche. Auch eine Kombination beider Webarten ist möglich: der so genannte „Cut Loop“ zaubert reliefartige Muster durch ein unterschiedliches Höhen- und Tiefenverhältnis der Schlingen. Die Unterseite hochwertiger Wollteppiche ist im besten Falle mit Jute versehen. Die Verlegung kann mit oder ohne umweltfreundlichen Teppichkleber erfolgen. Noch besser ist es, solche Teppiche von einem Fachmann verlegen zu lassen.

Die Farbenvielfalt bei Teppichböden aus Wolle lässt keine Wünsche offen. Dennoch ist die Auswahl nicht immer so leicht, wie ursprünglich gedacht, denn die Farbenlehre hat so ihre Eigenheiten. Mit einigen Tipps fällt die Entscheidung leichter. Orangefarbene Teppiche beleben den Raum und sind für Räume, in denen viel Bewegung herrscht, ideal. Kinder bevorzugen frische Farben, wie Gelb, denn das regt auch ihren Spieltrieb an. Grüne Töne wirken erdig und vermitteln ein standhaftes, sicheres Gefühl. Rot beflügelt die Sinne und auch die Geistesaktivitäten. Ein Arbeitszimmer darf guten Gewissens mit einem roten Teppichboden ausgelegt werden. Blauer Teppichboden hat eine beruhigende Wirkung und weitet den Raum, wenn es sich um helle Blautöne handelt. Königsblau ist eine starke Farbe, die sich für große Räume anbietet.

Mit Mustern kann der Raum sogar optisch verändert werden. Streifen zeigen hier eine intensive Wirkung. Längsstreifen strecken den Raum und lassen ihn größer und weiter erscheinen, Querstreifen grenzen einen zu großen Raum behaglich ein. Ein abgefasster Teppich kann allein schon durch eine kräftige Farbe einen Teilbereich im Raum optisch trennen. Naturfarben in allen Beige- und Braunschattierungen, aber auch Vanille- und Schokoladentöne, bringen viel Behaglichkeit in den Raum, dabei gilt auch hier, dass dunkle Farben den Raum verkleinern und helle Farben den Raum optisch vergrößern. (394 Worte)