Alles auf einmal tun macht krank

Multitasking und Dauerstress sind Gift für die Psyche. Die Gesundheit ist extrem gefährdet, wenn man ständig mehrere Dinge auf einmal macht. Der Mythos Multitasking existiert nicht, denn es gibt keinen Menschen, der mehrere komplexe Tätigkeiten gleichzeitig ausführen kann. Hier spielt das menschliche Hirn einfach nicht mit, es lässt so etwas wie Multitasking einfach nicht zu.

Multitasking bewirkt Fehleranfälligkeit

Telefonieren, Tippen, Emails lesen und alles gleichzeitig. Dies funktioniert nicht. Anhand von mehreren Studien ist eindeutig bewiesen, dass das menschliche Hirn nur eine Sache auf einmal erledigen kann, Bei mehreren Aufgaben auf einmal arbeitet es langsamer und so entstehen Fehler. Es braucht Zeit zum Umschalten. Multitasking sorgt somit für einen erheblichen Konzentrations- und Leistungsverlust. Beispielsweise ergab eine Studie, dass Auto fahren und dabei telefonieren oder sogar SMS schreiben die Leistungsfähigkeit um 40 % verminderte. Die Stress-Werte der Probanden erhöhten sich dagegen rapide. Auch die Fehlerquote nahm zu und war vergleichbar mit einem Fahrer unter Alkohol oder sogar Drogen. Eine weitere Studie mit hochbegabten Havard-Studenten zeigt auch sehr schlechte Ergebnisse, teilweise sank deren Gedächtnisleistung auf die von achtjährigen Kindern ab. Multitasking macht also nicht leistungsfähiger, produktiver und effizienter. Durch Multitasking entstehen Fehler und kostet wertvolle Arbeitszeit.

Lesen:  Parkettboden reinigen

Das Gehirn springt rasant hin und her

Auf die Kinder aufpassen und nebenbei noch einen Kuchen backen ist mit etwas Übung schon mehr oder weniger Routine. Doch kommen noch neue und ungewohnte Aufgaben dazu leidet die Effizienz des Gehirn und man abreitet langsamer. Dies wird durch eine Studie von Forschern der Universität Stanford untermauert. Sie ließen zwei Gruppen von Probanden gegeneinander antreten. Die erste Gruppe war es gewohnt in ihrem Job viele Tätigkeiten gleichzeitig auszuführen. Die zweite Gruppe hatte weniger Erfahrung im Multitasking. Im Test bekamen sie unterschiedliche Aufgaben, welche sie gleichzeitig ausführen mussten. Erstaunlicherweise schnitt die zweite Gruppe, also die weniger in Multitasking geübten, besser ab. Ihnen fiel es leichter relevante und nicht relevante Informationen zu trennen. Wie ist dies möglich? Hier verweisen Neurowissenschaftler auf die Funktion des Arbeitsgedächtnisses. Andere Sinneswahrnehmungen werden automatisch ausgeblendet, wenn man sich auf eine Sache konzentriert. So kann eine Tätigkeit, zum Beispiel Bügeln, einfach ausgeblendet werden und als Routine in Hintergrund ablaufen während man telefoniert. Allerdings sinkt die Hirnleistung dramatisch ab, wenn eine weitere komplexe Aufgabe hinzukommt. Hier muss es rasant hin und her wechseln und verliert so an Effizienz.

Lesen:  Absperrgitter Düren mieten - mit Aufbau

Multitasking lässt sich üben

Die Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns ist trainierbar. Somit lässt sich auch Multitasking üben und lernen. Doch den kognitiven Fähigkeiten des Menschen sind natürliche Grenzen gesetzt. Das Gehirn ist nur in Kombination bestimmter Aktionen multitaskingfähig. So können einfach Informationen gleichzeitig wahrgenommen werden. Eine gewisse Routine hilft einfache Aufgaben zu erledigen. Komplexe Arbeitsabläufe sollten jedoch immer strukturiert werden. So können sie in der Reihenfolge der Wichtigkeit nacheinander abgearbeitet werden und bringen somit weniger Stress und ein entspannteres Arbeiten mit sich.

Schreibe einen Kommentar